AKTUELLE PROJEKTE

DIE IMPROSINGERS

Die improsingers spielen Improsvisationstheater und üben sich jeden Montag von 18.30 bis 21.00 Uhr im Spontansein, Geschichten erfinden, Charaktere erschaffen und wunderbare Luftschlösser bauen.  Das Studio in der GEMS ist ihr Experimentierraum. Mehrmals im Jahr finden dort unter großem Spektakel die Improshows und Theatersportmatches mit anderen Gruppen aus der Umgebung statt.

Die Gruppe wurde im Januar 2015 gegründet und besteht derzeit aus rund 10 Spielern im Alter von 20 bis 55 Jahren. Trainiert werden die Spieler von der Theaterpädagogin Cordula Mächler, die auch die Shows moderiert. Neue Gesichter sind immer herzlich willkommen. Es sind Schnuppertrainings möglich.

Die Teilnahme ist kostenfrei, eine Fördervereinsmitgliedschaft im GEMS e.V. ist erwünscht.

Kontakt und weitere Infos unter: theater@diegems.de

Nächste Aufführung:

15. Dezember 2019 um 19.00 Uhr

Normalpreis: 8,00 Euro

Ermäßigt: 6,00 Euro

Foto: Tina Keck

 

VERGANGENE PROJEKTE

DIE THEATÄTER - DIE KINDER VOM HINTERHOF

Ein Theaterstück von Michael Assies

Frei nach der gleichnamigen Romanreihe von Lisa Tetzner

Berlin, 1932. Ein Vorderhaus. Ein Hinterhaus. Hausnummer: 67. Dazwischen: Der Hinterhof. Hier treffen sich die Freunde Erwin und Paul. Zusammen mit den anderen Kindern vom Hinterhof erleben sie ihren Alltag: Schule, Spielen im Hof oder in ihrem Geheimversteck, der „Höhle“, Streit und Versöhnung, Zusammenhalt und Ausgrenzung. Und auch: Zuhause helfen oder kleinere Arbeiten verrichten. Das Geld ist knapp. Mancher hat Hunger. Als Pauls Vater seine Arbeit verliert, muss die Familie ihre Wohnung verlassen und ins Asylheim umziehen. Paul ist weg. Da haben Erwin und die anderen Kinder eine Idee: Werden sie es schaffen, dass ihr Freund wieder in die Nr. 67 zurückkommen kann?

Die 22 Darsteller in insgesamt 36 Rollen nehmen den Zuschauer mit auf eine spannende Zeitreise in die deutsche Hauptstadt der 30 Jahre. In „ihrem“ Hinterhof  treffen Mittel- und Unterschicht aufeinander; wir erleben, wie sich die soziale Lage zunehmend verschlechtert, der aufkommende Nationalsozialismus auch einen Graben zwischen die Kinder gräbt, als Willi und einige andere Jungen zur HJ abwandern. In ca. 90 Minuten Spieldauer öffnen die jungen Talente den Blick auf eine Vergangenheit, die zunächst weit entfernt und dann noch wieder sehr gegenwärtig zu sein scheint.

Eine Produktion der Theater AG "Theatäter" des Friedrich-Wöhler-Gymnasiums in Kooperation mit der GEMS.

Regie: Maria Vrijdaghs

Premiere/Aufführungen: 11. - 13. Juli 2019

 

Foto: Tina Keck

JUGEND INS ZENTRUM - NACHSITZEN

Ein Theaterstück von Dominik Meurer

In freier Anlehnung an "The Breakfast Club" von John Hughes 

Rachel, die Shoppingsüchtige, Maike, die Ausgeflippte, Vincent, der Streber und fünf andere müssen nachsitzen. Ausgerechnet an einem Samstag. Und ausgerechnet bei der strengen Frau Rademann, die sowieso keiner leiden kann. Totale Kacke! Als Frau Rademann die Gruppe alleine lässt und in ihr Büro geht, kommt es zunächst zum Streit. Aber dann beginnen die Kids einander von ihren Eltern zu erzählen

Künstlerische Leitung: Maria Vrijdaghs

Eine Produktion der GEMS in Kooperation mit der Johann-Peter-Hebel-Schule und dem Verein für Frauen & Kinderschutz e.V. Singen.

Gefördert durch das Projekt "Jugend ins Zentrum!" der Bundes-vereinigung Soziokultureller Zentren e.V. im Rahmen des Programms "Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung" des Bundesministeriums für Bildung und Forschung.   

Projektlaufzeit: September 2018 - Juli 2019.

Aufführung: 4. Juli 2019

Foto: Tina Keck

 

HER MIT DEM GANZEN LEBEN

100 Jahre Frauenwahlrecht in Deutschland

In „Altherrenstedt“, einer fiktiven Kleinstadt irgendwo in Deutschland, stürmt eine Gruppe von Frauen, bewaffnet mit Plakaten und Spruchbändern das Rathaus der Stadt. Sie haben die Nase voll von der fortdauernden Ungleichheit zwischen Männern und Frauen in der Gesellschaft. Deshalb streiken sie, wollen nicht eher zu ihren Männern und ihren Familien zurückkehren, bis ihre Forderungen nach Gleichberechtigung in Familie, Beruf und Politik endlich Gehör finden. Solange bleiben Bett und Küche kalt! Den „Altherrenstedtlern“ passt das selbstbewusste Auftreten der Frauen ganz und gar nicht, denn sie fürchten um ihre Privilegien…

Das von der Theatergruppe unter Leitung von Marie Luise Hinterberger entwickelte Stück lehnt sich an die Komödie „Lysistrata“ von Aristophanes an. Dort bemächtigen sich die Frauen der Kriegskasse und besetzen die Akropolis, das Zentrum der Macht und bereiten mit Mut, Verstand, List und Tücke der verheerenden Alleinherrschaft der Männer ein Ende.

„Her mit dem ganzen Leben“ spannt lustvoll einen Bogen von den Anfängen der Frauenbewegung bis in die heutige Zeit. Es geht um nichts weniger als die Hälfte der Macht und die Liebe, die nur eine Chance hat bei wirklicher Gleichheit zwischen Mann und Frau.

Eine Produktion des Theaters in der GEMS in Kooperation mit der Stadt Singen.

Regie: Marie Luise Hinterberger

Premiere/Vorstellungen: 3. - 18. Mai 2019 im Ratssaal der Stadt Singen

Das Projekt wurde gefördert durch die Stadt Singen und das Ministerium für Soziales und Integration Baden-Württemberg.

Foto: Tina Keck

 

tACTlos - SOFORTIGE ERLEUCHTUNG INKL. MWST.

Ein Theaterstück von Andrew Carr

Wie zufrieden sind Sie mit Ihrem Leben? Sind Sie glücklich? Was ist Ihre größte Angst? Und was sind Sie bereit, auf sich zu nehmen, um diese Angst zu besiegen?

920 € und 60 ct, inklusive Mehrwertsteuer - das ist der Preis für die sofortige Erleuchtung, die das Selbstfindungsseminar „ETRE“ seinen Teilnehmern garantiert. In nur drei Tagen, so das Versprechen der Organisation, wird es den Teilnehmern gelingen, langjährige Probleme zu lösen, tief sitzende Ängste zu überwinden und den Zustand des Seins zu erreichen! Doch ist das Seminar tatsächlich eine sinnvolle Investition für ein besseres Leben? Oder handelt es sich, wie die Journalistin Maren Garfordt vermutet, um eine reine Geldmacherei, die es aufzudecken und zu vermarkten gilt? Gemeinsam mit acht weiteren Teilnehmern lässt sich Maren auf das Seminar ein, das sich als Horrortrip in die Abgründe der eigenen Psyche erweist. Mit der Hoffnung auf ein erfülltes Leben nehmen die Teilnehmer selbst tyrannische Methoden, üble Beleidigungen und schmerzhafte Demütigungen in Kauf.

Eine Produktion der Theater AG tACTlos des Friedrich-Wöhler-Gymnasiums.  

Künstlerische Leitung: Nicola Fritsch

Premiere/Aufführungen: 6. - 8. Februar 2019

DELHI, EIN TANZ

Ein Theaterstück von Iwan Wyrypajew 

Im Besuchszimmer eines Krankenhauses begegnen sich jeweils in anderer Zusammensetzung, mehrfach die gleichen Personen, wobei jedes Mal der Tod einer dieser Personen zu beklagen ist. Die Zeit scheint außer Kraft gesetzt, Vorgänge und Gespräche wiederholen sich,es kommt zu permanenten Déjà-vu-Erlebnissen. Einander verbunden fühlen sich diese Menschen durch Katja, eine junge Balletttänzerin. Katja hat nach einem Besuch in Neu-Delhi einen Tanz entwickelt, der sie nicht nur glücklich, sondern auch berühmt gemacht hat. Sie hat darin den Schmerz verarbeitet, den sie beim Anblick des Elends in Indien empfunden hat. Ob Katja selbst, ihre krebskranke Mutter, deren alte Freundin Lera, Katjas Geliebter Andrej und seine Frau Olga - sie alle tragen im Angesicht des Todes elementare Konflikte miteinander aus, ringen um Wahrheit, Ehrlichkeit, Vertrauen, kämpfen an gegen Angst, Schuldgefühle, Eifersucht und finden immer wieder zu einem Punkt zurück: Mitgefühl ist die eigentliche Grundlage menschlichen Glücks. Wie in einem Reigen tauschen sie ihre Plätze, lieben und streiten sich, halten sich aneinander fest und lassen wieder los. So wird der Text selbst zu einem Tanz - voller Rhythmus und Poesie, sinnlich, leicht und wahrhaftig.

Eine Produktion des Theaters in der GEMS.

Regie: Nete Mann

Premiere/Aufführungen: 15. - 25. November 2018

Foto: Frans Rabe

DIE REIS'

Ein Theaterstück von Gerd Zahner

»Die Reis’ kann nicht aufhören solange wir noch jenisch sprechen und denken.«

Ein todkranker Vater hat nach seinem Sohn geschickt, um mit ihm ein letztes Mal in jenischer Tradition auf die Reis’ zu gehen und den Wagen zu ziehen. Der Sohn weiß nichts von der jenischen Lebensweise. So reisen beide eine Woche und einen Tag. Sie erkunden das Land, um Singen, sie spielen jenische Musik, sie lernen sich kennen. Aber können so unterschiedliche Lebensentwürfe zusammenfinden? Verbindet das Jenische - die Geschichte, die Poesie, die Traurigkeit - auch über Lebensentwürfe hinweg? Jenische sind eine Bevölkerungsgruppe von der viele nichts wissen oder nie gehört haben. Sie waren Händler, Kesselflicker, Lederhändler, Scherenschleifer – fahrendes Volk. Sie sind keine ethnische, aber eine soziale Gruppe. In der Zeit des Nationalsozialismus wurden sie verfolgt und umgebracht. Und auch heute noch begegnet man ihnen häufig mit Vorurteilen. Mit Die Reis’ setzt Autor Gerd Zahner der reichen jenischen Tradition in unserer Region ein Denkmal, oder vielmehr erläutert er, macht bekannt.

Eine Kooperation des Theaters Konstanz und der GEMS.

Regie: Mark Zurmühle

Premiere/Aufführungen: 5. -17. Oktober 2018 in der Scheffelhalle Singen.

Das Projekt wurde gefördert durch die Stadt Singen und das Förderprogramm „Innovationsfonds Kunst“ des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg.

Foto: Theater Konstanz / Bjørn Jansen

 

DIE THEATÄTER - ROMEO UND JULIA

Frei nach William Shakespeare, in einer Fassung von Anke Ruge

Mit vielen reizvollen Rollen für Mädchen besticht diese aktualisierte Fassung des Klassikers, in der Julia Capulets‘ verwöhnte Freundinnen aus reichem Elternhaus, die Gruppe um Romeo Montague dagegen aus der Vorstadt kommt. Doch wie im echten Leben sind die Jugendlichen vielschichtiger als ihre soziale Zuordnung es vorgibt. Die einzelnen Charaktere sind differenziert dargestellt und bieten schöne Möglichkeiten zu individuellem Spiel. Die Fehde der beiden Clans wird in zeitgemäßer Umgangssprache, zu aktuellen Themen und mit modernen Waffen geführt. Doch leider kann der Tod des berühmten Liebespaares auch hier nicht verhindert werden.

Eine Produktion der GEMS und der Theater AG "Theatäter" des Friedrich-Wöhler-Gymnasiums.

Regie: Maria Vrijdaghs

Premiere/Vorstellung: 5. & 8. Juli 2018

Foto: Gabi Wik-Friese

 

ICH BIN DIE MUTTER EINES TERRORISTEN

Das Stück basiert auf dem Monolog „ GAS - Plädoyer einer verurteilten Mutter“ des belgischen Autors Tom Lanoye. Nach einem verheerenden Anschlag im Herzen von Europa meldet sich die Mutter des getöteten Terroristen zu Wort. Wir treffen sie an einem geheimen Ort, an den sie vor den Nachstellungen der Presse und aus Angst vor der Rache der Opfer geflüchtet ist. Sie spricht über ihren Sohn, ihr Verhältnis zu ihm, ihre Selbstzweifel, ihre Wut, ihre Zweifel. Der Tod ihres Sohnes und seine Tat, die sie in keinem Augenblick gut heißt oder beschönigt, hat ihr den Boden unter den Füßen weggerissen. Sie redet sich ihren Schmerz von der Seele, seltsam gefaßt, nicht ohne die Gesellschaft, in der sie lebt, zu hinterfragen.

Eine Produktion von TheaterPROJEKT in Zusammenarbeit mit dem Kulturfonds der Stadt Konstanz, dem Kulturamt der Stadt Singen und dem Kulturzentrum Gems.

Regie: Marie Luise Hinterberger

Premiere/Aufführungen: 5. - 7. Juni 2018

tACTlos - DIGITAL.ZEIT, ALTER

Willkommen im Cyberspace! DEM Ort unbegrenzter Möglichkeiten. 
Nutzer: 3.3 Milliarden weltweit. Größe: 12.559.000 Petabyte. Wachstum von 4.200 Terrabyte pro Minute! Sekündlich 2.5 Millionen Emails, 347.000 WhatsApp Nachrichten, 46.000 YouTube Videos, 35 Millionen Suchanfragen …

Wer die heutige Welt verstehen will, muss das Internet begreifen, denn es verändert die Welt gewaltig und das mit einer atemberaubenden Geschwindigkeit. Höchste Zeit also, sich mit einigen zentralen Fragen auseinanderzusetzen: Ist die digitale Informationsflut ein zerstörerischer Tsunami oder ein harmloses aber faszinierendes Wetterleuchten? Sorgt das Netz für größere Toleranz oder atomisiert es unsere Gesellschaft? Erweitert es unseren Horizont oder sperrt es uns in eine Filterblase? Sind wir die Kunden der Internetgiganten oder gar ihr Produkt? Ermöglicht das Netz die nächste, bessere Stufe der Demokratie oder die perfekte Überwachung? Machen wir das Internet oder macht das Internet uns?

Eine Eigenproduktion der Theater AG tACTlos des Friedrich-Wöhler Gymnasiums.

Regie: Nicola Fritsch

Premiere/Aufführungen: 17.- 19. Mai 2018

 

LEBENS-T-RÄUME

Zentrales Anliegen dieses interkulturellen Theaterprojektes ist, dass das Bewusstsein für die gemeinsame Identität “Mensch” vor nationalen, religiösen und kulturellen Grenzen steht. Dies dient nicht zuletzt als Grundlage, um den Rahmen für einen fruchtbaren „Spiel“-raum zu schaffen, in welchem sich künstlerische Prozesse frei entfalten können. Mit „Lebens-T-räume“ wurde ein Motiv gewählt, das sowohl den Mitwirkenden als auch dem Publikum reichhaltige Identifikationsmöglichkeiten bietet.

Eine Produktion des Theaters in der GEMS.

Choreografie: Elke Scheller / Regie: Corina Rues-Benz

Premiere/Auführungen: 12. & 13. Mai 2018

Das Projekt wurde gefördert durch das Förderprogramm „Innovationsfonds Kunst“ des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg.

Foto: Chris Daneffel

 

YOU ARE WELCOME

Nach einem Theaterstück von Ulla Neumann

Sommer. Ein Platz vor einem Café. Vielleicht in Singen. Vielleicht aber auch anderswo in Deutschland. Ela, Nic, Dariusz, Lili und Jo haben erfahren, dass Benny, einer ihrer Mitschüler, von Neonazis zusammengeschlagen wurde. Nun wollen sie ihn im Krankenhaus besuchen. Während sie darauf warten, abgeholt zu werden, reden sie über Bennys Flucht aus Afrika, über die heilende Kraft von Fußball und über Panama, wo es vielleicht schöner ist

Eine Produktion der GEMS in Kooperation mit der Johann-Peter-Hebel-Schule Singen.

Künstlerische Leitung: Maria Vrijdaghs

Aufführung: 4. Mai 2018

Das Projekt wurde im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert und durch die Singener Kriminalprävention (SKP) unterstützt. 

Foto: Tina Keck