Projekte 2019

Unsere aktuelle Theaterproduktion

IMPROSINGERS

 

Wer hat an der Uhr gedreht?

Eine Improshow durch und mit allen Zeiten

Wird die Uhr in 2019 zum letzten Mal umgestellt? Werden wir ab jetzt ewigen Sommer haben? Wie wird sich das auf unser Liebesleben auswirken? Wie auf unser Freibadnutzungsverhalten? Wie auf den Verkauf von Stracciatella-Eis? Die improsingers werden auf diese und weitere Fragen skurrile szenische Antworten geben, und einmal mehr selbst an der Uhr drehen: mit Wettkampfeinlagen in Slow-Motion, Ein-Wort-Geschichten in doppelter Geschwindigkeit und „Täglich-grüßt-das-Murmeltier“ artigen Endlosschleifen werden einmalige Geschichten aus dem Stegreif gegeben. Selbstverständlich unter Einbeziehung des Publikums und immer mit der Möglichkeit, aus dem Hier und Jetzt in die Vergangenheit und in die Zukunft zu switchen. Improvisationstheater, aus dem Moment geboren, zeitlos schön.

 

Künstlerische Leitung: Cordula Mächler

 

Aufführung: Sonntag, 24.03. um 19 Uhr im Studio der GEMS

 

 

HER MIT DEM GANZEN LEBEN

„Her mit dem ganzen Leben“ – 100 Jahre Frauenwahlrecht

Theaters in der Gems in Kooperation mit der Stadt Singen 

Inspiriert von starken Frauen des 19. und 20. Jahrhunderts, die sich für das Frauenwahlrecht und Gleichheit zwischen den Geschlechtern eingesetzt hatten, stürmt eine wilde Gruppe von Frauen, unter ihnen Putzfrauen, Arbeiterinnen, Verkäuferinnen, Sekretärinnen und Hausfrauen, bewaffnet mit Plakaten und Spruchbändern das Rathaus der Stadt. Sie machen sich daran, den Ratssaal zu besetzen - die Matratzen zum Übernachten haben sie schon mitgebracht. Die Frauen streiken, wollen nicht eher zu ihren Männern, ihren Geliebten und ihren Familien zurückkehren bis ihre Forderungen nach wirklicher Gleichheit zwischen Frauen und Männern in Familie, Gesellschaft und Politik erfüllt sind. Solange bleiben Bett und Küche kalt.

Das Stück lehnt sich an die Komödie LYSISTRATA von Aristophanes an. Dort bemächtigen sich die Frauen der Kriegskasse und besetzen die Akropolis, das Zentrum der Macht. Sie haben genug von der Alleinherrschaft der Männer. Die Radikalsten unter den Frauen verweigern sich gänzlich der Familie und dem Ehebett – sie setzen ihren Körper als Waffe ein. Mit Erfolg: am Ende lenken die Männer ein. Es kommt zur Versöhnung und zum Kompromiss.

Das Theaterstück „Her mit dem ganzen Leben“ spannt spielerisch einen Bogen von den Anfängen der Frauenbewegung bis heute. Es geht lustvoll um nichts weniger als die Hälfte der Macht und die Liebe, die nur eine Chance hat bei wirklicher Gleichheit zwischen Mann und Frau.

 

Premiere: 3. Mai 2019 20:00 Uhr

Weitere Vorstellungen:  4./5./9./10./16./17./18. Mai jeweils 20:00 Uhr

Ort: Ratssaal der Stadt Singen

Regie: Marie Luise Hinterberger

Fotos: Tina Keck

Produktion: Kulturzentrum Gems

Rückblick auf weitere Projekte

TACTLOS

Sofortige Erleuchtung inkl. Mehrwertsteuer (Andrew Carr)

Wie zufrieden sind Sie mit Ihrem Leben? Sind Sie glücklich? Was ist Ihre größte Angst? Und was sind Sie bereit, auf sich zu nehmen, um diese Angst zu besiegen?

920 € und 60 ct, inklusive Mehrwertsteuer - das ist der Preis für die sofortige Erleuchtung, die das Selbstfindungsseminar „ETRE“ seinen Teilnehmern garantiert. In nur drei Tagen, so das Versprechen der Organisation, wird es den Teilnehmern gelingen, langjährige Probleme zu lösen, tief sitzende Ängste zu überwinden und den Zustand des Seins zu erreichen! Doch ist das Seminar tatsächlich eine sinnvolle Investition für ein besseres Leben? Oder handelt es sich, wie die Journalistin Maren Garfordt vermutet, um eine reine Geldmacherei, die es aufzudecken und zu vermarkten gilt? Gemeinsam mit acht weiteren Teilnehmern lässt sich Maren auf das Seminar ein, das sich als Horrortrip in die Abgründe der eigenen Psyche erweist. Mit der Hoffnung auf ein erfülltes Leben nehmen die Teilnehmer selbst tyrannische Methoden, üble Beleidigungen und schmerzhafte Demütigungen in Kauf.

Sind Sie neugierig geworden auf ETRE? Wollen auch Sie wissen, wie Ihr Verstand wirklich funktioniert und wer die Schuld an Ihren Problemen trägt? Dann lassen Sie sich am 6.,7.,8. Februar 2019 in der Gems erleuchten!

 

Altersempfehlung: ab 15 Jahren

 

Termine: Mi. 6., Do. 7., Fr. 8. Februar 2019 jeweils um 19 Uhr;

 

Künstlerische Leitung: Nicola Fritsch

 

DELHI, EIN TANZ

DELHI, EIN TANZ
von Iwan Wyrypajew | Übersetzung aus dem russischen Stefan Schmidtke

Im Besuchszimmer eines Krankenhauses begegnen sich jeweils in anderer Zusammensetzung, mehrfach die gleichen Personen, wobei jedes Mal der Tod einer dieser Personen zu beklagen ist.
Die Zeit scheint außer Kraft gesetzt, Vorgänge und Gespräche wiederholen sich,es kommt zu permanenten Déjà-vu-Erlebnissen. Einander verbunden fühlen sich diese Menschen durch Katja, eine junge Balletttänzerin. Katja hat nach einem Besuch in Neu-Delhi einen Tanz entwickelt, der sie nicht nur glücklich, sondern auch berühmt gemacht hat. Sie hat darin den Schmerz verarbeitet, den sie beim Anblick des Elends in Indien empfunden hat. Ob Katja selbst, ihre krebskranke Mutter, deren alte Freundin Lera, Katjas Geliebter Andrej und seine Frau Olga - sie alle tragen im Angesicht des Todes elementare Konflikte miteinander aus, ringen um Wahrheit, Ehrlichkeit, Vertrauen, kämpfen an gegen Angst, Schuldgefühle, Eifersucht und finden immer wieder zu einem Punkt zurück: Mitgefühl ist die eigentliche Grundlage menschlichen Glücks. Wie in einem Reigen tauschen sie ihre Plätze, lieben und streiten sich, halten sich aneinander fest und lassen wieder los. So wird der Text selbst zu einem Tanz - voller Rhythmus und Poesie, sinnlich, leicht und wahrhaftig.

Ein Stück von geradezu magischer Anziehungskraft und Ausstrahlung.

Aufführungen: 15./16./17./18/21./22./23./24./25. November 2018, 20 Uhr

Einlass: Foyer 19 Uhr / Saal 19.40 Uhr

Schauspiel: Kirsten Schaefer, John Loram, Anna Hauer, Regine Frey-Domoslai, Jutta Kämpf-Heieck, Ricarda Olleck, Sava Vinokic

Regie: Nete Mann

DIE REIS'

Foto: Theater Konstanz / Bjørn Jansen

Die Reis'

»Die Reis’ kann nicht aufhören solange wir noch jenisch sprechen und denken.«

Ein todkranker Vater hat nach seinem Sohn geschickt, um mit ihm ein letztes Mal in jenischer Tradition auf die Reis’ zu gehen und den Wagen zu ziehen. Der Sohn weiß nichts von der jenischen Lebensweise. So reisen beide eine Woche und einen Tag. Sie erkunden das Land, um Singen, sie spielen jenische Musik, sie lernen sich kennen. Aber können so unterschiedliche Lebensentwürfe zusammenfinden? Verbindet das Jenische - die Geschichte, die Poesie, die Traurigkeit - auch über Lebensentwürfe hinweg?

»Wenn Du eins nicht verlieren kannst, dann ist es die Reis’, die Du gemacht hast.«

Jenische sind eine Bevölkerungsgruppe von der viele nichts wissen oder nie gehört haben. Sie waren Händler, Kesselflicker, Lederhändler, Scherenschleifer – fahrendes Volk. Sie sind keine ethnische, aber eine soziale Gruppe. In der Zeit des Nationalsozialismus wurden sie verfolgt und umgebracht. Und auch heute noch begegnet man ihnen häufig mit Vorurteilen.

Mit Die Reis’ setzt Autor Gerd Zahner der reichen jenischen Tradition in unserer Region ein Denkmal, oder vielmehr erläutert er, macht bekannt.

 

Regie: Mark Zurmühle

 

Die Reis’ ist eine Kooperation des Theaters Konstanz mit dem Kulturzentrums GEMS in Singen

 

Aufführungen: 5./6./7./10./11./11./12./13./14./15./17. Oktober 2018 um 20 Uhr in der Scheffelhalle in Singen

 

THEATÄTER

Foto: Gabi Wik-Friese

Theatäter
Wer sind die Theatäter? Die „Theatäter“, das sind Schülerinnen und Schüler der Klassenstufe 5 bis 8 des  Friedrich-Wöhler-Gymnasiums in Singen, die in der Theater AG zeigen, was in ihnen steckt. Bei ihren regelmäßigen Proben in der GEMS lernen die Teilnehmer zunächst, ihre Sinne bewusst wahrzunehmen, um dann in Improvisationen, Übungen zu Atem- und Sprechtechnik sowie der Schulung ihres Körperausdrucks unterschiedlichen Charakteren und möglichen Inhalten näher zu kommen. Im Vordergrund stehen dabei die Ideen der Schülerinnen und Schüler, die soweit als möglich in den gesamten Prozess miteinbezogen werden, so dass auf der Bühne etwas entsteht, das von den Akteuren mitgestaltet wurde.

Die Theatäter 2017/18 präsentieren:

„Romeo und Julia“, frei nach William Shakespeare, in einer Fassung von Anke Ruge

Mit vielen reizvollen Rollen für Mädchen besticht diese aktualisierte Fassung des Klassikers, in der Julia Capulets‘ verwöhnte Freundinnen aus reichem Elternhaus, die Gruppe um Romeo Montague dagegen aus der Vorstadt kommt. Doch wie im echten Leben sind die Jugendlichen vielschichtiger als ihre soziale Zuordnung es vorgibt. Die einzelnen Charaktere sind differenziert dargestellt und bieten schöne Möglichkeiten zu individuellem Spiel. Die Fehde der beiden Clans wird in zeitgemäßer Umgangssprache, zu aktuellen Themen und mit modernen Waffen geführt. Doch leider kann der Tod des berühmten Liebespaares auch hier nicht verhindert werden.

In 14 Szenen und ca. 70 Minuten Spieldauer zeigen die 22 jungen Darsteller auch in diesem Schuljahr wieder, was in ihnen steckt.

Premiere: Donnerstag, 05.Juli 2018, 19 Uhr
2. Vorstellung: Sonntag, 08. Juli 2018, 17 Uhr

Regie: Maria Vrijdaghs
Co-Regie: Nicola Fritsch

 

 

ICH BIN DIE MUTTER EINES TERRORISTEN

„Ich bin die Mutter eines Terroristen“
Das Stück basiert auf dem Monolog „ GAS - Plädoyer einer verurteilten Mutter“ des belgischen Autors Tom Lanoye. Nach einem verheerenden Anschlag im Herzen von Europa meldet sich die Mutter des getöteten Terroristen zu Wort. Wir treffen sie an einem geheimen Ort, an den sie vor den Nachstellungen der Presse und aus Angst vor der Rache der Opfer geflüchtet ist. Sie spricht über ihren Sohn, ihr Verhältnis zu ihm, ihre Selbstzweifel, ihre Wut, ihre Zweifel. Der Tod ihres Sohnes und seine Tat, die sie in keinem Augenblick gut heißt oder beschönigt, hat ihr den Boden unter den Füßen weggerissen. Sie redet sich ihren Schmerz von der Seele, seltsam gefaßt, nicht ohne die Gesellschaft, in der sie lebt, zu hinterfragen.

Premiere/Aufführungen im Studio des Kulturzentrums GEMS: 5./6./7.Juni 2018 jeweils 20 Uhr

Spiel: Anny de Silva, Kirsten Schäfer
Regie: Marie Luise Hinterberger

Eine Produktion von TheaterPROJEKT in Zusammenarbeit mit dem Kulturfonds der Stadt Konstanz, dem Kulturamt der Stadt Singen und dem Kulturzentrum Gems in Singen.

 

TACTLOS

Digital.Zeit, Alter!

Willkommen im Cyberspace! DEM Ort unbegrenzter Möglichkeiten. 
Nutzer: 3.3 Milliarden weltweit. Größe: 12.559.000 Petabyte. Wachstum von 4.200 Terrabyte pro Minute! Sekündlich 2.5 Millionen Emails, 347.000 WhatsApp Nachrichten, 46.000 YouTube Videos, 35 Millionen Suchanfragen …

Wer die heutige Welt verstehen will, muss das Internet begreifen, denn es verändert die Welt gewaltig und das mit einer atemberaubenden Geschwindigkeit. Höchste Zeit also, sich mit einigen zentralen Fragen auseinanderzusetzen: Ist die digitale Informationsflut ein zerstörerischer Tsunami oder ein harmloses aber faszinierendes Wetterleuchten? Sorgt das Netz für größere Toleranz oder atomisiert es unsere Gesellschaft? Erweitert es unseren Horizont oder sperrt es uns in eine Filterblase? Sind wir die Kunden der Internetgiganten oder gar ihr Produkt? Ermöglicht das Netz die nächste, bessere Stufe der Demokratie oder die perfekte Überwachung? Machen wir das Internet oder macht das Internet uns?

Eine Eigenproduktion der Theater AG des Friedrich-Wöhler Gymnasiums "tACTlos".

Aufführungstermine: 17./18./19. Mai jeweils um 18.00 und 20.00 Uhr.

Regie/Leitung: Nicola Fritsch

 

LEBENS-T-RÄUME

Foto: Chris Danneffel

"Lebens-T-räume"
Zentrales Anliegen dieses interkulturellen Theaterprojektes ist, dass das Bewusstsein für die gemeinsame Identität “Mensch” vor nationalen, religiösen und kulturellen Grenzen steht. Dies dient nicht zuletzt als Grundlage, um den Rahmen für einen fruchtbaren „Spiel“-raum zu schaffen, in welchem sich künstlerische Prozesse frei entfalten können. Mit „Lebens-T-räume“ wurde ein Motiv gewählt, das sowohl den Mitwirkenden als auch dem Publikum reichhaltige Identifikationsmöglichkeiten bietet.

Inspiriert durch diese Thematik entsteht bis zur Premiere am 12. Mai eine ganz persönliche, interkulturelle Szenencollage aus Tanz und Theater.

Choreographie: Elke Scheller

Regie: Corina Rues-Benz

Gefördert durch das Förderprogramm „Innovationsfonds Kunst“ des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg.

DEMOKRATIE LEBEN

„You are Welcome“ nach einem Theaterstück von Ulla Neumann ist eine Produktion der GEMS in Kooperation mit der Johann-Peter-Hebel-Schule. Das Projekt wird im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert und durch die Singener Kriminalprävention (SKP) unterstützt.

Der Aufführungstermin ist Freitag, 04.05., 18.00 Uhr

Künstlerische Leitung: Maria Vrijdaghs