Projekte 2018

Unsere aktuelle Theaterproduktion

DELHI, EIN TANZ
von Iwan Wyrypajew | Übersetzung aus dem russischen Stefan Schmidtke

Im Besuchszimmer eines Krankenhauses begegnen sich jeweils in anderer Zusammensetzung, mehrfach die gleichen Personen, wobei jedes Mal der Tod einer dieser Personen zu beklagen ist.
Die Zeit scheint außer Kraft gesetzt, Vorgänge und Gespräche wiederholen sich,es kommt zu permanenten Déjà-vu-Erlebnissen. Einander verbunden fühlen sich diese Menschen durch Katja, eine junge Balletttänzerin. Katja hat nach einem Besuch in Neu-Delhi einen Tanz entwickelt, der sie nicht nur glücklich, sondern auch berühmt gemacht hat. Sie hat darin den Schmerz verarbeitet, den sie beim Anblick des Elends in Indien empfunden hat. Ob Katja selbst, ihre krebskranke Mutter, deren alte Freundin Lera, Katjas Geliebter Andrej und seine Frau Olga - sie alle tragen im Angesicht des Todes elementare Konflikte miteinander aus, ringen um Wahrheit, Ehrlichkeit, Vertrauen, kämpfen an gegen Angst, Schuldgefühle, Eifersucht und finden immer wieder zu einem Punkt zurück: Mitgefühl ist die eigentliche Grundlage menschlichen Glücks. Wie in einem Reigen tauschen sie ihre Plätze, lieben und streiten sich, halten sich aneinander fest und lassen wieder los. So wird der Text selbst zu einem Tanz - voller Rhythmus und Poesie, sinnlich, leicht und wahrhaftig.

Ein Stück von geradezu magischer Anziehungskraft und Ausstrahlung.

Aufführungen: 15./16./17./18/21./22./23./24./25. November 2018, 20 Uhr

Einlass: Foyer 19 Uhr / Saal 19.40 Uhr

Schauspiel: Kirsten Schaefer, John Loram, Anna Hauer, Regine Frey-Domoslai, Jutta Kämpf-Heieck, Ricarda Olleck, Sava Vinokic

Regie: Nete Mann

Weihnachtliche Improshow

Besinnlich, behaglich, besonders … Die Improsingers verzaubern sich und ihre Gäste in der Gems mit Geschichten von Wichteln, Weihnachtsbraten und Wundern aller Art, wie sie nur im zauberhaften Zusammenspiel zwischen Zuschauern und Zurschaustellenden geschehen können. Freut Euch auf himmlische Haarscheren, neu interpretierte Weihnachtslieder  und Szenen- Wünsche, die die Spieler der GEMS-eigenen Improtheatertruppe  sofort in Erfüllung gehen lassen.

Aufführung: Sonntag, 9.12. um 19 Uhr im Studio der GEMS

Musik: Niko Andresen

Moderation: Cordula Mächler

 

 

Her mit dem ganzen Leben

Zusammen mit einer Gruppe von zehn bis 15 Amateurschauspielern und Amateur-schauspielerinnen aus Singen und Umgebung soll anlässlich „100 Jahre Frauen-wahlrecht“ 2019 rund um das Thema „Frauenbeteiligung in der Politik gestern/heute“ ein Theaterstück erarbeitet werden. Zusätzlicher Anlass sind die Ende Mai 2019 an-stehenden Kommunalwahlen in Baden-Württemberg.

Projektbeginn: November/Dezember 2018.

Premiere/Vorstellungen: Mitte April/Anfang Mai 2019

Künstlerische Leitung: Marie Luise Hinterberger

 

 

Rückblick auf weitere Projekte aus diesem Jahr

Foto: Theater Konstanz / Bjørn Jansen

Die Reis'

»Die Reis’ kann nicht aufhören solange wir noch jenisch sprechen und denken.«

Ein todkranker Vater hat nach seinem Sohn geschickt, um mit ihm ein letztes Mal in jenischer Tradition auf die Reis’ zu gehen und den Wagen zu ziehen. Der Sohn weiß nichts von der jenischen Lebensweise. So reisen beide eine Woche und einen Tag. Sie erkunden das Land, um Singen, sie spielen jenische Musik, sie lernen sich kennen. Aber können so unterschiedliche Lebensentwürfe zusammenfinden? Verbindet das Jenische - die Geschichte, die Poesie, die Traurigkeit - auch über Lebensentwürfe hinweg?

»Wenn Du eins nicht verlieren kannst, dann ist es die Reis’, die Du gemacht hast.«

Jenische sind eine Bevölkerungsgruppe von der viele nichts wissen oder nie gehört haben. Sie waren Händler, Kesselflicker, Lederhändler, Scherenschleifer – fahrendes Volk. Sie sind keine ethnische, aber eine soziale Gruppe. In der Zeit des Nationalsozialismus wurden sie verfolgt und umgebracht. Und auch heute noch begegnet man ihnen häufig mit Vorurteilen.

Mit Die Reis’ setzt Autor Gerd Zahner der reichen jenischen Tradition in unserer Region ein Denkmal, oder vielmehr erläutert er, macht bekannt.

 

Regie: Mark Zurmühle

 

Die Reis’ ist eine Kooperation des Theaters Konstanz mit dem Kulturzentrums GEMS in Singen

 

Aufführungen: 5./6./7./10./11./11./12./13./14./15./17. Oktober 2018 um 20 Uhr in der Scheffelhalle in Singen

 

Foto: Gabi Wik-Friese

Theatäter
Wer sind die Theatäter? Die „Theatäter“, das sind Schülerinnen und Schüler der Klassenstufe 5 bis 8 des  Friedrich-Wöhler-Gymnasiums in Singen, die in der Theater AG zeigen, was in ihnen steckt. Bei ihren regelmäßigen Proben in der GEMS lernen die Teilnehmer zunächst, ihre Sinne bewusst wahrzunehmen, um dann in Improvisationen, Übungen zu Atem- und Sprechtechnik sowie der Schulung ihres Körperausdrucks unterschiedlichen Charakteren und möglichen Inhalten näher zu kommen. Im Vordergrund stehen dabei die Ideen der Schülerinnen und Schüler, die soweit als möglich in den gesamten Prozess miteinbezogen werden, so dass auf der Bühne etwas entsteht, das von den Akteuren mitgestaltet wurde.

Die Theatäter 2017/18 präsentieren:

„Romeo und Julia“, frei nach William Shakespeare, in einer Fassung von Anke Ruge

Mit vielen reizvollen Rollen für Mädchen besticht diese aktualisierte Fassung des Klassikers, in der Julia Capulets‘ verwöhnte Freundinnen aus reichem Elternhaus, die Gruppe um Romeo Montague dagegen aus der Vorstadt kommt. Doch wie im echten Leben sind die Jugendlichen vielschichtiger als ihre soziale Zuordnung es vorgibt. Die einzelnen Charaktere sind differenziert dargestellt und bieten schöne Möglichkeiten zu individuellem Spiel. Die Fehde der beiden Clans wird in zeitgemäßer Umgangssprache, zu aktuellen Themen und mit modernen Waffen geführt. Doch leider kann der Tod des berühmten Liebespaares auch hier nicht verhindert werden.

In 14 Szenen und ca. 70 Minuten Spieldauer zeigen die 22 jungen Darsteller auch in diesem Schuljahr wieder, was in ihnen steckt.

Premiere: Donnerstag, 05.Juli 2018, 19 Uhr
2. Vorstellung: Sonntag, 08. Juli 2018, 17 Uhr

Regie: Maria Vrijdaghs
Co-Regie: Nicola Fritsch

 

 

„Ich bin die Mutter eines Terroristen“
Das Stück basiert auf dem Monolog „ GAS - Plädoyer einer verurteilten Mutter“ des belgischen Autors Tom Lanoye. Nach einem verheerenden Anschlag im Herzen von Europa meldet sich die Mutter des getöteten Terroristen zu Wort. Wir treffen sie an einem geheimen Ort, an den sie vor den Nachstellungen der Presse und aus Angst vor der Rache der Opfer geflüchtet ist. Sie spricht über ihren Sohn, ihr Verhältnis zu ihm, ihre Selbstzweifel, ihre Wut, ihre Zweifel. Der Tod ihres Sohnes und seine Tat, die sie in keinem Augenblick gut heißt oder beschönigt, hat ihr den Boden unter den Füßen weggerissen. Sie redet sich ihren Schmerz von der Seele, seltsam gefaßt, nicht ohne die Gesellschaft, in der sie lebt, zu hinterfragen.

Premiere/Aufführungen im Studio des Kulturzentrums GEMS: 5./6./7.Juni 2018 jeweils 20 Uhr

Spiel: Anny de Silva, Kirsten Schäfer
Regie: Marie Luise Hinterberger

Eine Produktion von TheaterPROJEKT in Zusammenarbeit mit dem Kulturfonds der Stadt Konstanz, dem Kulturamt der Stadt Singen und dem Kulturzentrum Gems in Singen.

 

Digital.Zeit, Alter!

Willkommen im Cyberspace! DEM Ort unbegrenzter Möglichkeiten. 
Nutzer: 3.3 Milliarden weltweit. Größe: 12.559.000 Petabyte. Wachstum von 4.200 Terrabyte pro Minute! Sekündlich 2.5 Millionen Emails, 347.000 WhatsApp Nachrichten, 46.000 YouTube Videos, 35 Millionen Suchanfragen …

Wer die heutige Welt verstehen will, muss das Internet begreifen, denn es verändert die Welt gewaltig und das mit einer atemberaubenden Geschwindigkeit. Höchste Zeit also, sich mit einigen zentralen Fragen auseinanderzusetzen: Ist die digitale Informationsflut ein zerstörerischer Tsunami oder ein harmloses aber faszinierendes Wetterleuchten? Sorgt das Netz für größere Toleranz oder atomisiert es unsere Gesellschaft? Erweitert es unseren Horizont oder sperrt es uns in eine Filterblase? Sind wir die Kunden der Internetgiganten oder gar ihr Produkt? Ermöglicht das Netz die nächste, bessere Stufe der Demokratie oder die perfekte Überwachung? Machen wir das Internet oder macht das Internet uns?

Eine Eigenproduktion der Theater AG des Friedrich-Wöhler Gymnasiums "tACTlos".

Aufführungstermine: 17./18./19. Mai jeweils um 18.00 und 20.00 Uhr.

Regie/Leitung: Nicola Fritsch

 

Foto: Chris Danneffel

"Lebens-T-räume"
Zentrales Anliegen dieses interkulturellen Theaterprojektes ist, dass das Bewusstsein für die gemeinsame Identität “Mensch” vor nationalen, religiösen und kulturellen Grenzen steht. Dies dient nicht zuletzt als Grundlage, um den Rahmen für einen fruchtbaren „Spiel“-raum zu schaffen, in welchem sich künstlerische Prozesse frei entfalten können. Mit „Lebens-T-räume“ wurde ein Motiv gewählt, das sowohl den Mitwirkenden als auch dem Publikum reichhaltige Identifikationsmöglichkeiten bietet.

Inspiriert durch diese Thematik entsteht bis zur Premiere am 12. Mai eine ganz persönliche, interkulturelle Szenencollage aus Tanz und Theater.

Choreographie: Elke Scheller

Regie: Corina Rues-Benz

Gefördert durch das Förderprogramm „Innovationsfonds Kunst“ des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg.

„You are Welcome“ nach einem Theaterstück von Ulla Neumann ist eine Produktion der GEMS in Kooperation mit der Johann-Peter-Hebel-Schule. Das Projekt wird im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert und durch die Singener Kriminalprävention (SKP) unterstützt.

Der Aufführungstermin ist Freitag, 04.05., 18.00 Uhr

Künstlerische Leitung: Maria Vrijdaghs