THE LOVE THAT REMAINS
29.09.2026 20:00
Veranstalter / Text: Weitwinkel-Kommunales Kino Singen e.V.
CINE ISLAND # 1 | REGIE : HLYNUR PÁLMASON
Anna, Magnús und ihre drei Kinder Ída, Grímur und Þorgils führen samt Familienhund 'Panda' ein unaufgeregtes Leben an der Küste Islands. Magnús, der von allen nur Maggi genannt wird, ist als Hochseefischer oft tagelang auf dem rauen Meer, während Anna an ihrem Durchbruch als Bildende Künstlerin arbeitet, Alltag und Kinder zusammenhält. Obwohl sich die beiden schon vor einer Weile getrennt haben, verbringen sie auch wegen der Kinder weiterhin viel Zeit miteinander: sie wandern mit ihnen in den Bergen, sammeln Beeren, stechen Fische auf den Seen, laufen Schlittschuh oder beobachten Wildpferde und Wale. Zwischen Umbruch der Gefühle und unauflösbarer Verbundenheit pendelt die Familie durch die Jahreszeiten, ringen Anna und Magnús mit allen Widersprüchlichkeiten zwischen dem, was war, was ist - und was vielleicht bleibt... | Trotz Einsatz der eigenen Hühner, des eigenen Hundes, eigener Kunstwerke und der eigenen Kinder in seinem stilistisch höchst eigenwilligen, auf Analogfilm gedrehten, vierten Langfilm, betonte der isländische Regisseur, Autor und Künstler Hlynur Pálmason (*1984, Höfn/Island) in einem Interview, dass er aber „keinen privaten Film über sein eigenes Leben gedreht“(dlf.de) habe. Er schreibt: THE LOVE THAT REMAINS/[Die Liebe, die bleibt] ist ein sehr persönlicher, familiärer und eigenartiger Film – er hat etwas Träumerisches [und] erzählt von der Natur, darüber, was wir erschaffen, erneuern und zerstören, was uns eint und trennt, sowie von fehlender Kommunikation und widersprüchlichen Gefühlen. Aber in erster Linie geht es um Familie. Für mich sind die kleinen und intimen Momente das Wichtigste im Leben.“[PH]
Der isländische Regisseur und Autor Hlynur Pálmason (*1984, Höfn / Island) begann seine Laufbahn als bildender Künstler, bevor er ins Filmfach wechselte und 2013 sein Filmstudium in Dänemark (Den Danske Filmskole) abschloss. Sein Spielfilmdebüt gab er 2017 mit WINTER BROTHERS, gefolgt von A WHITE, WHITE DAY, der 2019 in der Semaine de la Critique in Cannes Premiere feierte. Sein dritter Spielfilm, GODLAND(2022) und zuletzt THE LOVE...(2025) hatten ebenfalls in Cannes ihre Uraufführungen. THE LOVE THAT REMAINS wurde von Island als Beitrag für die OSCAR®-Verleihung 2026/Bester Internationaler Film eingereicht.
„Ein Film, der die humorvollen und absurden Momente des Lebens feiert.“ (Screen International)
“Hlynur Pálmasons neuer Film ist eine träumerisch-surreale Betrachtung einer zerbrochenen Elternbeziehung vor der malerischen Kulisse Islands. (Eine) Tragikomödie … mit verspieltem Minimalismus und fantastisch-surrealen Sequenzen (…).“_(epd-film)
„Das stille Drama (zeigt), wie Vertrautheit auch nach dem Ende der Liebesbeziehung bestehen bleiben kann. Dabei werden Parallelen zwischen der Natur und dem Wesen der Menschen gezogen, ohne sich in dramatischen Wendungen widerzuspiegeln. Stattdessen beobachtet der Film ruhig und mit Humor, wodurch die emotionalen und existenziellen Untertöne umso stärker hervortreten.“_(filmdienst.de)
“Die Kamera lässt sich mit den Figuren treiben und fängt dabei deren Stimmungen ein. (…) Die unberührte Landschaft Islands im Wandel der Jahreszeiten ist mehr als nur Kulisse. Manche Szenen driften ins Surrealistische ab und jedes Bild scheint die Frage zu stellen, was von der Liebe, der Beziehung und der Familie übrig bleibt.“_(Nordische Filmtage 2026, Katalog)
“Man könnte sagen, das ist ein Familienfilm und ein Naturfilm. (…) Wir sehen alles, was man von Island erwartet, aber eben auch ein Ökosystem, wie die Familie ein „Ökosystem ist. Und diese Familie zerfällt vor uns, wie Natur zerfällt. Es gibt Abhängigkeiten, Zerfall, Neubeginn – alles ist ein große, schöne Metapher. Diese diese ewige Natur, wir sehen, sie tröstet nicht nur, sie verändert sich und auch die Liebe (…) wird sich verändern. Und wir sehen: aus der Veränderung kann auch etwas Neues entstehen. Und so ist die Natur von Island ein schöner Spiegel für die Menschen.“_(Deutschlandfunk DLF)
““The Love That Remains“ bezieht seine Wirkung aus Offenheit und Langsamkeit. Hlynur Pálmasons minimalistische Handschrift ragt mit versponnenem surrealem Humor und widerständiger Machart aus der Arthaus-Monokultur heraus.“_(taz)
(ÁSTIN SEM EFTIR ER) Island / Dänemark / Schweden / F 2025 | fiktionale Form | Regie & Buch / Kamera: Hlynur Pálmason | Schnitt: Julius Krebs Damsbo | Musik: Harry Junt | Sound-Design: Björn Viktorsson | Szenenbild: Frosti Fridriksson | Kostüm-Design:Nina Gronlund | ProduzentInnen: Anton Máni Svansson / Katrin Pors | DarstellerInnen:: Saga Garðarsdóttir (Anna), Sverrir Guðnason (Magnús), Ída Mekkín Hlynsdóttir, Þorgils Hlynsson, Grímur Hlynsson, Hündin 'Panda' als 'Panda' | dcp/1:1,33 | Drehformat 35mm | Farbe | DD5.1 | “FSK-Deskriptoren: Verletzung, belastende Themen“ | OmdU (Isländisch/Deutsch)/ dtsch. UT) | FSK: 12 J. | 105 Min.
EP: € 5.00
Erm.: € 3.00
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