PRIPYAT
21.04.2026 20:00
Veranstalter / Text: Weitwinkel-Kommunales Kino Singen e.V. Bitte allgemeine Infos am Ende der Seite beachten.
‚ZEITENWENDE ?!‘ # 78 | ►40 JAHRE NUKLEARKATASTROPHE TSCHERNOBYL-26.04.1986
„Tschernobyl aber möchten wir vergessen, weil unser Bewusstsein davor kapituliert. Eine Katastrophe des Bewusstseins. Damit ein Ereignis Geschichte wird, braucht es mindestens fünfzig Jahre. Hier aber folgen wir frischen Spuren.“_Svetlana Alexijewitsch
Philosophische Fragen der Zeit. | Vor 40 Jahren, in den frühen Morgenstunden des 26. April 1986, explodierte der Reaktor im Block 4 des Atomkraftwerks Tschernobyl in der Ukraine, nördlich von Kiew. Explosion und freigesetzte Radioaktivität führten zur bisher größten (zivilen) Katastrophe dieser Technologie, die bis heute nachwirkt. Die Frage nach den Risiken der Kernkraft und der noch ungeklärten Lagerung von atomaren Abfällen ist weiterhin im Diskurs. | Mit der mehrfach ausgezeichneten Doku des österreichischen Dokumentarfilmers Nikolaus Geyrhalter (*1972, Wien; u.a. UNSER TÄGLICH BROT, 2005) gehen wir mit Film # 78 in Reprise nochmals zurück ins Jahr 1999, 13 Jahre nach dem Reaktor-GAU in der UdSSR/(heute Ukraine), der die verwaiste Stadt Pripyat zu Symbol wie Mahnmal einer technisch-zivilisatorischen Katastrophe werden lies – bis heute.
Nikolaus Geyrhalter zeigt, in 35mm-Schwarzweiss gefilmt, Landschaft und Menschen im ‘Fortwirken‘ der Katastrophe: Die Stadt Pripyat liegt fünf Kilometer neben dem (heute stillgelegten) Atomkraftwerk Tschernobyl. 50.000 Menschen lebten hier bis 1986 und arbeiteten zumeist im Kernkraftwerkskomplex. 1999 (und bis heute) ist Pripyat eine von der Miliz schwer bewachte und hoch kontaminierte Geisterstadt inmitten der radioaktiv verseuchten Zone, die von der Ukraine bis tief nach Belarus reicht. Zu jener Zeit leben und arbeiten (der 3. Block des AKW ist noch in Betrieb) noch etwa 15.000 Menschen innerhalb der abgeriegelten 30-Km-Zone. PRIPYAT erzählt vom Überleben in einem improvisierten Mikrokosmos, in dem man nichts essen, nichts trinken und bei Wind keinen Staub einatmen sollte - doch weil Radioaktivität mit menschlichen Sinnen nicht wahrnehmbar ist, hält sich kaum jemand an diese Empfehlungen. Fünf ProtagonistInnen kommen zu Wort und geben Einblick in den Alltag der Zone und ihr Schicksal.[n. NGF/Diagonale] | ● Großer Preis, Diagonale 1999 // Prix de la Jury, Audience Prize, Nyon 1999 u.a. | Mit einer Einführung.
Österreich 1999 | dokumentarische Form | Regie/Buch/Kamera/Produzent: Nikolaus Geyrhalter /NGF Filmproduktion | Co-Buch/Schnitt/Dramaturgie: Wolfgang Widerhofer | Ton: Alexej Salow | Produktionsleitung: Ivette Löcker | Protagonisten: Sinaida Iwanowna Krasnoschon, Nikolaj Nikolajewitsch Suworow, Olga Grigorjewna u. Andrej Antonowitsch Rudtschenko, Maria Burka | Drehformat: 35mm | Kopie: (dcp)/SD/1:1,85 | S/W | DD2.0 | Sprachfassung: OmU (Russisch/ Ukrainisch /dtsch. UT) | FSK: ab 12 J. | 100 Min.
EP: € 5.00
Mitgl.: € 3.00
BITTE BEACHTEN (WEITWINKEL-Kommunales Kino e.V.):
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und an der Abendkasse jeweils vor der Veranstaltung.
- Nur Barzahlung.
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- Einlass / Kasse ab 30 Minuten vor Veranstaltungsbeginn.
- Alle Filme i.d.R. mit einer Einführung und Trailern (zzgl.)
- Programmänderung vorbehalten.