ONE BATTLE AFTER ANOTHER

10.04.2026 19:30

Veranstalter / Text: Weitwinkel-Kommunales Kino Singen e.V.
 Bitte allgemeine Infos am Ende der Seite beachten.

CINEAST*INNEN DES WELTKINOS   # 30   |   REGIE : PAUL THOMAS ANDERSON (USA)

•     Beste Regie/Bestes Drehbuch – Golden Globe Awards 2026
•     13 Nominierungen Academy Awards/Oscars® 2026 [am 15.03.], u.a. Bester Film, Beste Regie, Bester Hauptdarsteller, Bestes adaptiertes Drehbuch

Die USA, mutmaßlich in einer ungenannten, nahen Zukunft: Vor 16 Jahren wollte Aktivist Bob Ferguson (Leonardo DiCaprio) die Welt verändern. Als Sprengstoffexperte ‚Ghetto Pat‘ gehörte er gemeinsam mit seiner Partnerin Perfidia Beverly Hills (Teyana Taylor) zur Widerstandsgruppe “French 75“. Neben finanzierenden Banküberfällen, stürmten damals beide unter anderem eine Haftanstalt der US-Einwanderungsbehörde ICE und befreiten 200 Gefangene, die unter dem Kommando des berüchtigten Militär-Machos Colonel Steven J. Lockjaw (Sean Penn) festgehalten wurden. Der hat auch ein Auge auf Perfidia geworfen und von ihm unter Druck gesetzt versucht sie auf Kosten ihrer Widerstandsgruppe und auch der eigenen Familie samt der neu geborenen, gemeinsamen Tochter mit Bob, ihre Haut zu retten - der Kontakt bricht ab. Heute ist Bob deutlich weniger revolutionär unterwegs, lebt mit neuer Identität in seinem abgeschiedenen Zuhause im grünen Norden Kaliforniens und fristet sein Dasein in einem Rausch diverser Drogen und ständiger – allerdings sehr berechtigter – vergangenheitsbedingter Paranoia. Eine der wenigen Konstanten in seinem Leben weit abseits der Gesellschaft ist seine temperamentvolle, unabhängige Teenager-Tochter Willa (Chase Infiniti). Bobs grösste Angst: dass der bösartige Lockjaw, der inzwischen bemüht ist Mitglied zu werden in einem Geheimclub rechtsextremer Strippenzieher, ihn und seine Tochter Willa findet und Rache nimmt für offene Rechnungen. Als Willa tatsächlich entführt wird, muss Bob aus seiner rauschmittelbedingten Lethargie ausbrechen und startet verzweifelt mit Willas Karatelehrer Sensei Sergio St. Carlos (Benicio del Toro) eine halsbrecherische Rettungsaktion. Vater und Tochter müssen sich den Konsequenzen aus Bobs Vergangenheit stellen. So gilt es ‚eine Schlacht nach der anderen zu schlagen‘, im Widerstand wie im Leben überhaupt…[n. Outnow /epd/Prod.]
One Battle… wurde in der Filmpreissaison 2025/26 (bei über 500 Nominierungen) mit bislang mehr als  180 Auszeichnungen prämiert - und womöglich sind inzwischen am 15.3. noch einige Oscars® (nach 13 Nominierungen) hinzugekommen. US-Regisseur, Drehbuchautor, Produzent und Kameramann Paul Thomas Anderson (*1970, Studio City/CA) war bislang elf mal bei den Academy Awards nominiert, ohne den wichtigen Preis einmal zu erhalten. Anderson, der vor genau 30 Jahren mit Last Exit Reno sein Kinodebüt hatte, zählt heute mit seinen Filmen wie Boogie Nights(1997), Magnolia(1999), There will be Blood(2007), The Master(2012) oder Der seidene Faden(2017), oft inszeniert mit einer eigenwilligen Fusion von Mainstream-Look und kreativ-gehaltvollem Autorenkino, zu einem der angesehensten Filmemacher des gegenwärtigen US-Independentkinos, der auch immer wieder mit großen Budgets arbeiten konnte. One Battle… ist nach Inherent ice(2014) Andersons zweiter Film, der nach einem Roman von Kult-Autor Thomas Pynchnon (*1937) entstand, dessen Buch ‚Vineland‘(1990) er als lose, eher inspirierende Vorlage für sein mit eigenen Ideen angereichertes Drehbuch adaptiert hat. Die Musik komponierte abermals RADIO HEAD–Multiinstrumentalist Johnny Greenwood, mit dem Anderson seit There will be Blood bei jedem Film eng schon während dem Drehprozess zusammenarbeitet und der bereits mehrfach ausgezeichnet wurde für seine originellen, intensiven Filmmusiken. Mit dem für seine Rolle des Bob Ferguso von der Kritik hochgelobten Leonardo Di Caprio arbeitete Anderson erstmals zusammen. Von vielen Kritikern angesichts der politischen Situation in den USA als „Film der Stunde“ gesehen, kommentiere PT Anderson entsprechende Fragen:“Priorität haben für mich andere Dinge: die Figuren und wie sie miteinander umgehen, warum sie sich lieben oder hassen, all die Besonderheiten ihres menschlichen Daseins.“

“PT Andersons bisher gegenwärtigster Film, virtuos inszeniert. [Er] wirkt wie de Film der Stunde, ohne dass er es beabsichtigte. Die Dreharbeiten waren längst vor Donald Trumps Amtseinführung … abgeschlossen. Donald Trump dürfte der Film nicht gefallen. Die fiktiven USA mögen so brutal und düster erscheinen wie die realen. Anderson hält dem Wahnsinn und dem Zynismus unserer Zeit mit seinem absurden Humor jedoch einen wohltuenden Optimismus entgegen.“_(taz)
„Ein Film, der tausend Haken schlägt. Im besten Sinne absurd und unvorhersehbar ist diese ebenso irre wie oft auch sehr lustige Leinwand-Lehrstunde, die weit mehr ist als eine düstere Panoramaaufnahme der "Unvereinigten Staaten von Amerika (..).
So übermächtig das von weißen Nazi-Milliardären unterwanderte Amerika in "One Battle After Another" auch sein mag - die Botschaft von PT Andersons Allegorie der Gegenwart lautet: Aufgeben ist keine Option. Klingt simpel, hat sich als Mantra aber noch nicht durchgesetzt. Und ist deswegen einer von vielen Gründen, warum "One Battle After Another" der Film der Stunde ist."_(NDR Kultur)
“Entschleuigt und rasant zu gleich - mit seiner zweiten Thomas-Pynchon-Verfilmung gelingt Paul Thomas Anderson ein kleines Kunststück: die Versöhnung von Action und Entspanntheit, Abgründigkeit und Humor.(…) Der Film nimmt sich nie zu ernst, ohne dass je Zweifel daran auf kämen, wie sehr der Regisseur in dieser Geschichte auch seinen Ängsten und Sorgen angesichts gegenwärtiger Entwicklungen in den USA Ausdruck verleiht.  (…) Überhaupt gelingt (es)  Anderson, unterstützt von Co-Kameramann Michael Bauman und einem enorm originellen Score von Jonny Greenwood, eine gleichermaßen nervenaufreibende wie tiefenentspannte Atmosphäre zu kreieren, voller Anspannung und dabei mit Unmengen Humor. Dass der Film zwischen seinen großen Ideen, der Zeitgemäßheit und den überzeichneten Bösewichtern nie aus dem Ruder läuft, sondern mit Lebendigkeit pulsiert, liegt auch daran, dass er im Kern von der Hingabe eines Vaters zu seiner Tochter erzählt.
“_(epd-Film)
“Der lose auf dem Thomas-Pynchon-Roman „Vineland“ basierende Film erzählt ebenso verästelt wie turbulent von einer Gesellschaft, die von gesellschaftlichen und politischen Spannungen zerrissen ist. Ein eindrückliches Epos mit brüchigen Charakteren, exaltierten schauspielerischen Darbietungen und souverän orchestrierten Szenen, das um Utopien, Dogmen und familiäre Bande kreist.“_(filmdienst.de)

USA 2025 | fiktionale Form | Regie & Buch: Paul Thomas Anderson (frei n.d. Roman "VINELAND" von Thomas Pynchon | ProduzentInnen: Adam Somner/Sara Murphy/P.Th. Anderson | Kamera: Michael Baumen | Production Design: Florencia Martin | Schnitt: Andy Jurgensen | Musik: Jonny Greenwood | Kostüm: Colleen Atwood | DarstellerInnen: Leonardo DiCaprio (Bob Ferguson), Chase Infiniti (Willa Ferguson), Sean Penn (Col. Steven J. Lockjaw), Benisio Del Toro (Sergio St. Carlos), Regina Hall (Deandra), u.a. | Drehformat: 35mm/Vistavision/ Kopie: DCP/1.1,85 | Farbe | DD5.1. | “FSK-Deskriptoren: sexualisierte Gewalt, Gewalt, Sprache“ | OmdU (amerik. Englisch/div./dtsch. UT) | FSK: 16 J. | 163 Min. (Überlänge/keine Pause)

EP: € 5.00
Mitgl.: € 3.00

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