MIT EINEM TIGER SCHLAFEN

01.11.2026 11:00

Veranstalter / Text: Weitwinkel-Kommunales Kino Singen e.V.

‚LEBENS-BILDER/KUNST-BILDER‘ # 2: MARIA LASSNIG  |  REGIE: ANJA SALOMONOWITZ

● Fortsetzung der losen WW-Reihe zur filmischen Gestaltung verschiedener biografischer Portraits von künstlerisch tätigen Frauen verschiedener Generationen - biografisches Erzählen im Film. Nach Paula Modersohn-Becker nun ein ebenso eigenwilliger Film über die österreichische Malerin und Medienkünstlerin Maria Lassnig (1919 – 2014). Werke Lassnigs sind derzeit im Kunsthaus Zürich im Dialog mit Arbeiten Edward Munchs ausgestellt: „Malfluss = Lebensfluss“ (bis 21.02.27).
“(…) Aufgewachsen im Süden Österreichs, verschlägt es Lassnig via Wiener Kunstakademie in die dortige Kunstszene der Nachkriegszeit. Himmelblau, rosa, jadegrün, fleischiges Rot. Schweigsam, störrisch zwischen Männern, die sich zu gerne reden hören, fühlt sie in ihren Körper hinein und blickt auf die Welt. Sie malt. Sie filmt. Erbarmungslos und mit Schalk. Zäh baut sie ihre Karriere auf. Sie weiß um den Wert ihrer Malerei, lange bevor die Kunstwelt mit ihrem Urteil nachzieht. Birgit Minichmayr verkörpert Maria Lassnig in Anja Salomonowitz’ filmischer Hommage an die Künstlerin durch alle Altersstufen und psychischen Verfassungen, stellt der „body awareness“ von Lassnigs Kunst einen Körper an die Seite, der die Kunst hervorbringt. Ein schräg und komplex arrangiertes Biopic in hybrider Form: Spielszenen und dokumentarische Sequenzen greifen ineinander. Real sind die Bilder.“[Berlinale-FORUM, Katalog, 2024] | Der hybride, doku-fiktionale Film der österreichischen Regisseurin Anja Salomonowitz  (*1976, Wien) ist mehr poetisches Portrait als Biopic, filmische Suche nach Lassnigs ganz persönlichen, künstlerischen Ausdruck, ihrem Kampf in der männlichen Kunstwelt, ihr körperliches Ringen um ihre Malerei und auch ein Film über ihren großen künstlerischen Erfolg. Maria Lassnig kämpfte ihr Leben lang gegen Ausgrenzung in einer männerdominierten Kunstwelt. 1980 wurde sie die erste Frau im deutschsprachigen Raum, die eine Professur für Malerei erhielt. (1980–1990, an der Hochschule für angewandte Kunst Wien.) 1982 gründete sie das einzige österreichischen Lehrstudios für Trickfilm. 2013 erhielt sie den Goldenen Löwen für ihr Lebenswerk.

Maria Lassnig starb 2014 in Wien.Anja Salomonowitz (*1976, Wien / AT) studierte Film in Wien und Berlin und arbeitete während ihres Studiums für den Filmregisseur Ulrich Seidl. Sie lebt als Drehbuchautorin und Filmregisseurin in Wien. Mit einem Tiger schlafen ist ihr vierter Film im Forum nach Kurz davor ist es passiert (2007), Spanien (2012) und Die 727 Tage ohne Karamo (2013). Ihre Filme vermischen Dokumentarfilm, Spielfilm und These. Sie lebt als Drehbuchautorin und Filmregisseurin in Wien. Mit einem Tiger schlafen ist ihr vierter Film im Forum nach Kurz davor ist es passiert (2007), Spanien (2012) und Die 727 Tage ohne Karamo (2013).

“Ein eigenwillig-produktiver Beitrag zum Genre der Künstler-Biografie. Im Zentrum des feministisch perspektivierten Films steht Lassnigs künstlerische Auseinandersetzung mit dem Körper.“_(filmdienst.de)
„Zeit ihres Lebens, das zeigt Anja Salomonowitz' Biopic »Mit einem Tiger schlafen«, hatte die 2014 verstorbene Malerin und Medienkünstlerin Lassnig zu kämpfen – gegen ihre Herkunft, die misogyne Gesellschaft, ignorante »Kunstverständige«, den Kunstbetrieb, vor allem aber gegen altbekannte innere Dämonen.“_(epd-film.de)

Österreich 2024 | doku-fiktionale Form | Regie/Buch: Anja Salomonowitz | Produzent: Antonin Svoboda | Kamera: Jo Molitoris | Recherche: Anna Bauer | Dramaturgie: Roland Zag | Musik: Bernhard Fleischmann | Montage: Joana Scrinzi AEA | Licht: Dominik Danner | Originalton: Hjalti Bager-Jonathansson und Johannes Baumann | Szenenbild: Martin Reiter mit Andreas ErtL | Kostüm: Tanja Hausner | Maske: Sam Dopona und Verena Eichtinger | Sound Design: Veronika Hlawatsch | Produktionsleitung: Philipp Luka Grandits | DarstellerIn: Birgit Minichmayr (Maria Lassnig), Johanna Orsini (Mutter), Oskar Haag (Arnulf Rainer), Lukas Watzl (Hans Werner Poschauko) | DCP/1:2.39/CS | Farbe | DD5.1 | OmdU (Deutsch/Englisch/Französisch u. dtsch. UT) | ‚FSK-Deskriptoren: belastende Themen‘ | FSK: 12 J. | 107 Min.

EP: € 5.00
Erm.: € 3.00

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