KOMM MIT MIR IN DAS CINEMA-DIE GREGORS

30.10.2022 11:00

Veranstalter / Texte: Weitwinkel-Kommunales Kino Singen e.V.

WAS IST KINO ?   # 8   |   CINEAST*INNEN DES WELTKINOS   #  12

‚Ein Leben ohne Kino ist möglich, aber sinnlos‘. Getreu dieser Devise sind Erika (*1934)und Ulrich Gregor (*1932? seit 1957 überall auf der Welt unterwegs gewesen, um ungewöhnliche Filme zu finden und nach Berlin und Deutschland zu holen. Die beiden waren Mitbegründer*in der Stiftung Deutsche Kinemathek, Gründer*innen des Kinos Arsenal und des Internationalen Forum des Jungen Films, heute (inhaltlich autonomer) Teil der Berlinale. Regisseurin Alice Agneskirchner verbindet in assoziativer Montage Filmgeschichte, bundesdeutsche und Berliner Zeitgeschichte mit dem heutigen Leben der Gregors, flankiert von Aussagen vieler Wegbegleiter. Viele Filmemacher*innen wie Helke Sander, Wim Wenders, Jim Jarmusch, Doris Dörrie, Michael Verhoeven, Edgar Reitz, und Alexander Kluge erzählen von dem Einfluss, den die Gregors auf sie persönlich hatten und zeichnen so ein lebhaftes Bild der Filmkultur von den 60er- und 70er-Jahren, dem Neuen Deutschen Film bis hin zu internationalen Independent Klassikern. Mit Archivmaterial und Filmausschnitten aus 40 Filmen (u.a. THE CHELSEA GIRLS von Andy Warhol, SHOAH von Claude Lanzmann, oder HUNGERJAHRE von Jutta Brückner) spannt der Film einen weiten Bogen, dessen Zentrum Erika und Ulrich Gregor bilden. Mit ihnen unternehmen wir eine Reise durch 70 Jahre Filmgeschichte und erhalten Einblicke in den Alltag dieses bedeutenden "Filmpaares", das seit mehr als 60 Jahren verheiratet ist und immer noch jeden Tag zusammenarbeitet. [nach: Produktion]  | 2019 erhielten Erika und Ulrich Gregor für ihr langjähriges cineastisches Wirken den Ehrenpreis des Deutschen Filmpreises. Mit ihrer Arbeit und ihren Erinnerungen verbindet sich auch ein Stück Geschichte der Kommunalen Kinos in Deutschland und ihres Beitrags zu Film- und Kinokultur.

"Das Doppelportrait ruft noch einmal ins Gedächtnis was Erika und Ulrich Gregor in dreißig Jahren für die Filmkultur in Berlin und Deutschland geleistet haben. Zeitgeschichte und Filmgeschichte verschränken sich immer wieder, wenn die beiden sich an einige der Filme erinnern, die besonders wichtig."_(epd-Film)
“Ein biografischer Film mit und über die Cineasten Erika und Ulrich Gregor, die unter anderem als Begründer der „Freunde der deutschen Kinemathek“, des Kino Arsenal in Berlin und des „Internationalen Forum des jungen Films“ deutsche Kino- und Kulturgeschichte geschrieben haben. Der Film lässt die Vergangenheit des Paares, die sich mit der Zeit- und Filmgeschichte verschränkt, lebendig werden, behält dabei aber auch die Gegenwart stets im Blick. Aus Interviews, vielen Filmausschnitten und einer spielerischen Dramaturgie resultiert eine eindrucksvolle Begegnung mit zwei außergewöhnlichen Menschen sowie ein Querschnitt durch die Geschichte der Filmkunst. - Sehenswert ab 14. ."_(filmdienst.de)
"Alice Agneskirchner nimmt sich viel Zeit für dieses zugleich intime und historische, berührende und kurzweilige Doppelporträt, säumt den Lebensweg mit Erinnerungen in Wort und Bild, blättert in Fotoalben und Filmprogrammen, lässt Freunde, Wegbegleiter und Filmemacher zu Wort kommen und zeigt viele Ausschnitte von Schlüsselfilmen."_(Süddeutsche Zeitung)
„Ein Film nicht nur über die Liebe und das Kino, sondern auch über ein Stück bundesrepublikanischer Zeitgeschichte.“_(Berlinale, Katalog, 2022)

Deutschland 2022 | dokumentarische Form |  Regie / Buch: Alice Agneskirchner; Produktion: Sandra Ehlermann; Bildgestaltung: Jan Kerhart; zusätzliche Kamera: Ines Thomsen; Montage: Silke Botsch; Sound Design: Roman Strack; Musik: Max Knoth; Archiv-Recherche; Agnieszka Niedbal; Mitwirkende: Erika und Ulrich Gregor, Wim Wenders, Helke Sander, Jutta Brückner, Jim Jarmusch, Rosa von Praunheim, Doris Dörrie, Michael Verhoeven, Edgar Reitz, Alexander Kluge,  Volker Schlöndorff u.a.; DCP; Farbe u. s/w; DD 5.1; D / teilw. OmU; FSK: 12 J.; 155 Min. (Überlänge / keine Pause)

EP: € 5.00
Mitgl.: € 3.00

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