JENSEITS DES SICHTBAREN – HILMA AF KLINT –

11.03.2020 20:00

EINE SONDERVORFÜHRUNG ZUM WELTFRAUENTAG 2020

Die Kunstwelt macht eine sensationelle Entdeckung - nur 100 Jahre zu spät. 1906, malte Hilma af Klint ihr erstes abstraktes Bild, lange vor Kandinsky, Mondrian oder Malewitsch. Sie schuf über 1500 abstrakte Gemälde, die der Nachwelt bis heute verborgen blieben. Wie kann es sein, daß eine Frau Anfang des 20. Jahrhunderts die abstrakte Malerei begründet und niemand nimmt Notiz? Verkannt und verschwiegen, erschüttert Hilma af Klint die Kunstwelt mit ihrem überwältigenden Werk.
Die cineastische Annäherung an eine Pionierin, deren sinnliches Oeuvre nicht nur künstlerisch fasziniert, zeigt eine lebenslange Sinnsuche, die das Leben jenseits des Sichtbaren erfassen will. Die außergewöhnliche Gedankenwelt der Hilma af Klint reicht über Biologie, Astronomie, Theosophie bis hin zur Relativitätstheorie und spannt so einen faszinierender Kosmos aus einzigartigen Bildern und Notizen. Heute begeistert die Künstlerin Millionen mit ihrem schrankenlosen Denken, das in einem überwältigenden Werk gipfelt und die Geschichte verändert.

Regisseurin Halina Dyrschka über ihren Film: „Tatsächlich nichtsahnend las ich an einem Sonntagmorgen in der Zeitung folgende Überschrift: „Die Kunstgeschichte muß umgeschrieben werden“. Das ist im Jahre 2013 immerhin noch überraschend und zudem herrlich entschlossen. Was sich mir dann aber beim Besuch der Ausstellung „Hilma af Klint – eine Pionierin der Abstraktion“ in Berlin ein halbes Jahr später darbot, machte mich fassungslos: Schier überbordende Farbkompositionen, überdimensional große und zeitgeistig anmutende Bilder! Und hinter diesen Bildern tat sich die Welt auf. Doch im Anblick der Serie „Die 10 Größten“ (wir reden von 3 Metern Höhe!), fühlte ich mich beinahe persönlich beleidigt. Wie hat man mir diese vorenthalten können? Wer alles war dafür verantwortlich, daß diese Bilder nie einem großen Publikum zuteilwurden? Gemalt von einer Schwedin, über die man kaum etwas wußte und die dieses riesige Oeuvre bewerkstelligte ohne von jemandem wahrgenommen zu werden. Bei meiner sofort anschließenden Recherche zum Film, stieß ich aber nach und nach auf ein ganz anderes Bild dieser Frau. Weder allein oder einsam noch völlig unbemerkt. Vielmehr eine Frau die wirklich bemerkenswert sehr konsequent ihren eigenen Lebensweg verfolgte. Eine unverbrüchliche Persönlichkeit mit einer mutigen Lebenseinstellung und am Ende – einem erfolgreichen Leben.

D 2018; Regie: Halina Dyrschka; Dokumentarfilm; FSK: n.o.; OmU; Länge: 93 Min.;
Dolby Digital

Offizielle Filmhomepage

EP: € 7.00

Kassenöffnung: 30 Minuten vor Vorstellungsbeginn.
Reservierte Karten müssen bis spätestens 15 Minuten vor Vorstellungsbeginn abgeholt werden, sonst verfällt die Reservierung.

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