FWENDS
13.10.2026 20:00
Veranstalter / Text: Weitwinkel-Kommunales Kino Singen e.V.
CALIGARI – FILMPREIS # 2025 | REGIE: SOPHIE SOMERVILLE (AUS)
Unsere alljährliche Präsentation des CALIGARI-Filmpreisträgers in Kooperation mit den KollegInnen vom KoKi ZEBRA in Konstanz (Termine dort am Do. 22.10., 18.30, Sa. 24.10., 20.30 und Mo. 26.10.,18.45./ www-zebra-kino.de) Der CALIGARI-Filmpreis ist der 'Preis der Kommunalen Kinos' auf der Berlinale und wird, seit 1986, für einen „stilistisch und inhaltlich innovativen Film“ in der Sektion 'FORUM' vergeben vom Bundesverband kommunale Filmarbeit (BkF) (dem Verband der KoKis) und (seit 2024) dem Bibliotheken-Streamingportal 'filmfriends'. Preisträger*innen waren u.a. Claude Lanzmann, Nuri Bilge Ceylan, Béla Tarr oder Marie Losier. Weitwinkel und Zebra unterstützen den renommierten Preis jährlich über den BkF. Der Preis soll herausragende Filme des Forums für die kulturelle Kinoarbeit würdigen und zugänglich machen: Festival goes KoKi.
„Walk and Talk in Melbourne (AUS): Em ist aus Sydney angereist, um ihre Freundin Jessie zu besuchen. Pläne gibt es keine – und für Em noch nicht einmal eine richtige Bettdecke, aber zum Schlafen kommen die jungen Frauen ohnehin nicht. Denn schnell sprudelt das sweet-smarte Gebrabbel, von banal zu gewichtig und retour. Beide sind auf ihre Art ‚lost‘: Em, weil ihr vermeintlicher Traumjob von einem ausbeuterischen und misogynen Klima geprägt ist; Jessie, weil sich nach einer Trennung ein Vakuum aufgetan hat. Die gemeinsamen Stunden werden zur Spielfläche, das Slacken durch die Stadt zur mühelos ineinander gleitenden Selbst- und Fremdbeobachtung...“[arsenal/Forum]. Mit dem Langfilmdebüt der australischen Regisseurin Sophie Somerville (selbst aus Melbourne) über zwei Freundinnen der ‚Gen-Z‘ in der Krise, hat erstmals eine australische Produktion den Caligari -Filmpreis gewonnen, der 2025 zum 40. Mal für einen Film im Berlinale-FORUM vergeben wurde. Für den mit Low-Budget realisierten Film arbeitete Somerville eng mit den Schauspielerinnen Emmanuelle Mattana und Melissa Gan zusammen, die große Teile von Dialog und Handlung improvisierten.
Aus der Jury-Begründung: "(Ein Film), der ein Zeichen dafür setzt, wie wichtig es ist, hinzuhören und den Mut zu haben, sich zu öffnen und eigene Schwächen einzugestehen (…), der vor Humor und Leichtigkeit sprüht. Das Langfilmdebüt setzt auf heitere, erfüllende Momente ohne Eskapismus, auf Solidarität ohne Negativfolien, und auf Vertrauen ohne Angst vor Risiken. (Der Film) wandert zwischen ernsten Gesprächen und alberner Selbstvergessenenheit und zwischen präzisem Schauspiel und dokumentarischer Freiheit. Auf diese Weise regt der Film zur Suche an: nach dem Besonderen im Einfachen, nach den Stärken in unseren Schwächen, nach dem Lockeren im Kontrollierten. Der Film ist lebhaftes Dokument eines spürbar lustvollen kreativen Prozesses, ist kosmopolitisches Selbstzeugnis der Ängste und Motivationen junger Frauen.“ _(Jury Caligari-Filmpreis 2025, Auszug aus der Begründung) | Wir zeigen den Film in weiterer Kooperation mit dem Bundesverband kommunale Filmarbeit BKF e.V./Frankfurt a.M. und dem Arsenal filminstitut (Berlin).
Die australische Filmregisseurin und Autorin Sophie Somerville lebt in Melbourne und ist auch als Redakteurin journalistisch tätig. Ihre Kurzfilme (PEEPS, 2019/21; LINDA 4 EVA, 2023) wurden auf internationalen Festivals gezeigt und prämiert. Im Jahr 2023 nahm sie am Melbourne International Film Festival Accelerator Lab für aufstrebende australische und neuseeländische Regisseur*innen teil.
Zu Ihrem Langfilmdebüt schreibt Sommerville: „FWENDS beleuchtet die Komplexität moderner Frauenfreundschaften auf eine Weise, die ich so noch nie gesehen habe. Aus meiner kleinen Ecke in Australien erzählt der Film authentisch von unserer krankhaften Unfähigkeit zuzugeben, dass wir einander so dringend brauchen.(…) Ich glaube, es ist notwendig, Geschichten zu erzählen, die uns ganz normale Menschen zeigen, die aussehen wie du und ich. So können wir uns selbst mit einem unerschrockenen, verspielten und skeptischen Blick hinterfragen.“
“Dieser quirky Wochenendtrip mit den Besties stellt die Lebensfragen gegenwärtiger Twentysomethings mit Witz und Leichtigkeit!“_(Transit Filmfest 2025, Katalog)
“FWENDS berührt den sensiblen und diffusen Bereich zwischen Spätadoleszenz und Erwachsenenleben, (…) Dabei hält sie sich eher an die Komödie als ans Drama, Analysen zur schwierigen Gegenwart werden mit Kostüm und Soundeffekt vorgetragen, rappend, improvisiert. Ohne großes Budget entstanden, zieht Fwends auch unerwartete Register – und ist gleichwohl Liebeserklärung an eine frühlingshafte Metropole.“_(75. Berlinale/FORUM; Katalog)
„Sophie Somerville beweist mit ihrem Debüt, dem Zweipersonenstück „Fwends“, dass es nicht viel bedarf, um einen überzeugenden Film über die Ängste, Sorgen und Nöte der Generation Z zu drehen. Zwei Figuren, improvisierte Dialoge und eine traumhafte Kulisse genügen.“_(Film-Rezensionen.de)
“Ein Film (…), der in leichtem, heiterem Tonfall die Phase zwischen Adoleszenz und Erwachsenenleben am Beispiel der Freundschaft zweier junger Frauen in den Blick nimmt.“_(BKF)
“Ein lebhaftes Dokument eines spürbar lustvollen kreativen Prozesses“ und ein „kosmopolitisches Selbstzeugnis der Ängste und Motivationen junger Frauen.“_(
(Fwends) | Australien 2025 | fiktionale Form | Regie/Co-Buch/Montage/Co-Prod.: Sophie Somerville | Co-Buch: Emmanuelle Mattana/Melissa Gan. Kamera: Carter Looker | Montage: Sophie Somerville | Musik:Mike Tilbrook | Sound: Design Rizky Pratama | Executive Producers: Brendan Donoghue / Amanda Maple-Brown / Adrian Holmes | Koproduzent*innen: Carter Looker/Sophie Somerville/Sarah Hegge-Taylor | DarstellerInnen: Emmanuelle Mattana, Melissa Gan u.a. | DCP | Farbe | DD5.1 | Sprachfassung: OmdU ((AUS-)Englisch/dtsch UT) | FSK-Deskriptoren: (-) / FSK: (keine Prüfung) / ab 18J. | 92 Min.
EP: € 5.00
Erm.: € 3.00
Karten derzeit nur an der Tages- (Matinee/Kinderkino) bzw. der Abendkasse vor der Veranstaltung. Keine Reservierungen. Nur Barzahlung.