FATHER MOTHER SISTER BROTHER

09.04.2026 20:00

Veranstalter / Text: Weitwinkel-Kommunales Kino Singen e.V.
 Bitte allgemeine Infos am Ende der Seite beachten.

Veranstalter / Text: Weitwinkel-Kommunales Kino Singen e.V.

CINEAST*INNEN DES WELTKINOS   # 29   |   REGIE : JIM JARMUSCH  (USA)

• GOLDENER LÖWE/Bester Film – 82. IFF Venedig 2025

Drei Orte, drei Familien, drei lose miteinander verbundene Geschichten, heute: In den mit Schneeresten bedeckten Hügeln von New Jersey im Nordosten der USA besuchen Jeff und Emily ihren verwitweten Vater, dessen Eigenwilligkeit, Verletzlichkeit und Humor alte Konflikte ebenso freilegen wie Momente stiller Nähe, mit Seeblick: „Ich weiß was Du meinst!“ // In Dublin treffen die Schwestern Timothea und Lilith auf ihre erfolgreiche, großbürgerliche Mutter, deren unausgesprochene Erwartungen den Raum dominieren. Hinter höflichen Ritualen, zeichnet sich fragile Dynamiken zwischen den drei Frauen ab: „Erzähl einen Witz!“ // In Frankreichs Haupstadtmetropole Paris ordnen die Zwillinge Skye und Billy nach dem plötzlichen Tod ihrer Eltern deren Nachlass, wandern mit Fotos durch Erinnerungen. Zwischen Umzugskartons und Fahrten durch die Stadt entspinnt sich ein dialogisches Nach- und Gedenken auch über Verlust: „Die Welt ist so zerbrechlich.“ [n. filmportal/Prod.] | Mastermind-Regisseur, Autor und Musiker Jim Jarmusch (*1953) nennt sein jüngstes, mit herausragendem Star-Ensemble besetztes, in Venedig preisgekröntes Werk selbst „eine Art Anti-Actionfilm“ über erwachsene Kinder, die sich ihren Eltern und der eigenen Vergangenheit neu annähern. Ein episodisches ‚short-story-Triptychon‘, das gleichsam Hitchcocks filmische Präzision, Wenders erzählerische Offenheit, Capras Humanismus, Kaurismäkis Lakonie – und eine ganz eigene empathische Melancholie stilsicher variiert, samt selbst komponierter Musik - Jarmusch himself. Regisseur, Autor, Produzent und Musiker Jim Jarmusch (*1953, Cuyahoga Falls/Ohio/USA) kam über die Literatur zum Film und zählt seit seinen Anfängen in den frühen 80ern und mit (ja, Kult-)Filmen wie DOWN BY LAW(1986) mit Roberto Benigni, NIGHT ON EARTH(1991) mit Gena Rowlands, DEAD MAN(1995) mit Johnny Depp, BROKEN FLOWERS(2005) mit Bill Murray oder LOVERS LEFT ALIVE(2013) mit Tilda Swinton bis heute zu den Ikonen des US-‚Independent Cinema‘ und darüber hinaus. Viele seiner Filme sind auch in US-europäischer Koproduktion entstanden, so auch sein jüngster.

„Sein sanfter Episodenfilm ist geradezu absurd prominent besetzt. Jarmusch hat ...einen betont leisen, intimen Film gedreht, der einen Blick auf die persönlichste Ebene des sozialen Miteinanders wirft: die Beziehungen von Eltern, Kindern und Geschwistern. Vielleicht Jim Jarmuschs radikalster Film. Doch gerade der Verzicht auf vordergründige Dramatik verleiht den Begegnungen eine emotionale Tiefe.
Jarmusch zeigt ein feines Gespür für familiäre Dynamiken, für die unsichtbaren Schranken zwischen alternden Eltern und erwachsenen Kindern.“_(epd-film)
“Mit FATHER MOTHER SISTER BROTHER gelingt Kultregisseur Jim Jarmusch in drei voneinander unabhängigen Vignetten eine sanfte Meditation über familiären Entfremdungs- und Annäherungsbewegungen. In gewohnter Jarmusch-Manier zeugt FATHER MOTHER SISTER BROTHER letztlich auch von einer diebischen Freude am lässigen Gaunertum; der unbändigen joie de vivre, die sich in zweckbefreiten Tricksereien Bahn bricht. Denn vielleicht ist es auch einfach ein großes Vergnügen, sich nicht ganz zeigen zu müssen, einen kleinen Rest seiner selbst geheim zu halten.“_(Philosophie Magazin)
„Lange haben Fans darauf warten müssen, doch jetzt meldet sich Jim Jarmusch mit einem neuen Film zurück. Wer sich für das Zwischenmenschliche interessiert, für die Komplexität des Miteinanders, findet hier tatsächlich einen der schönsten Filme des letzten Jahres.“_(Film-rezensionen.de)
„Jim Jarmusch entwirft in seinem neuen Film mit Starbesetzung ein Triptychon von Episoden um das Verhältnis erwachsener Kinder zu ihren Eltern - verschroben und berührend zugleich.“_(3sat, kulturzeit)
„Ruhig, ohne dramatische Zuspitzung und mit sanfter Melancholie erzählt der Film von distanzierten Eltern, befangenen Kindern und Verlusterfahrungen. Verbunden sind die drei Episoden durch gemeinsame, leicht variierte Motive, Korrespondenzen und Spiegelungen.“_(filmdienst.de)

USA / IRL / D / IT / FRA  2023-2025 | fiktionale Form | Regie & Buch: Jim Jarmusch | Kamera: Frederick Elmes / Yorick Le Saux | Schnitt: Affonso Goncalves | Musik: Jim Jarmusch & Annika Henderson | Ton-Design: Robert Hein | Szenenbild: Mark Freidberg / Marco Bittner Rosser  KostümDesign: Catherine George | ProduzentInnen: J. Astrachen/Ch. Gilibert/S. logan/M. Tricoire/A.S. Yücer/A. Vaccarello | DarstellerInnen: (1) Tom Waits, Adam Driver, Mayim Bialik; (2) Charlotte Rampling, Cate Blanchett, Vicky Krieps, Sarah Greene (3) Indya Moore, Luka Sabbat, Françoise Lebrun | DCP/1.1,85 | Farbe | DD5.1. | “FSK-Deskriptoren: Drogenkonsum“ | OmdU (am./brit. Englisch/Französisch/div./dtsch. UT) | FSK: 12 J. | 110 Min.

EP: € 5.00
Mitgl.: € 3.00

BITTE BEACHTEN (WEITWINKEL-Kommunales Kino e.V.):


- Karten zum WW-Kino derzeit nur an 
der Tageskasse (bei Matinee u. Kinderkino)

und an der Abendkasse jeweils vor der Veranstaltung.

- Nur Barzahlung.

- Keine Kartenreservierungen
.
- Keine nummerierten Plätze.
- Einlass / Kasse ab 30 Minuten vor Veranstaltungsbeginn.

- Alle Filme i.d.R. mit einer Einführung und Trailern (zzgl.)

- Programmänderung vorbehalten.

Zurück