EVERYTIME

11.10.2026 19:30

Veranstalter / Text: Weitwinkel-Kommunales Kino Singen e.V.

REPRISE JUNGER DEUTSCH(SPRACHIG)ER FILM  # 109 | REGIE: SANDRA WOLLNER

● Einreichung für Deutschland als Kandidat zur OSCAR®-Verleihung 2027/Kategorie ‚International Feature Film“ | ● Hauptpreis Sektion 'Un certain regard' – IFF Cannes 2026 | ● Bester Film /‘Herz von Sarajewo’ (Spielfilm) - IFF Sarajevo 2026

In Reprise zeigt WW nochmals den dritten Langfilm der bereits vielfach mit Auszeichnungen bedachten, österreichischen Regisseurin und Autorin Sandra Wollner (*1983), der seine Premiere beim diesjährigen Filmfestival hatte, samt Auszeichnung: Ella (Birigt Minichmayr) lebt nach dem Tod ihrer jugendlichen Tochter Jessie in einem Zustand anhaltender Trauer und innerer Leere. Ein Jahr nach dem Verlust trifft sie auf Lux, Jessies früheren Freund, dem viele eine Mitschuld an dem Tod geben. Trotz dieser Belastung entsteht zwischen den beiden eine vorsichtige Nähe, während sie versuchen, sich der Erinnerung an Jessie zu stellen und ihren Platz im Leben neu zu finden. Ellas jüngere Tochter Melli distanziert sich davon zunehmend. Gemeinsam brechen Ella, Lux und die Schwester zu einer Reise nach Teneriffa auf, die eigentlich einem nie realisierten Familienurlaub entsprechen soll. Die fremde Umgebung scheint insbesondere für Ella Auswirkungen in der Grenzziehung zwischen Wahrnehmung und Erinnerung, zwischen Vergangenheit und Gegenwart zu bewirken... .[n. filmportal.de/Prod.] | Mehr Infos im Web-Text von WW.
Regisseurin und Autorin Sandra Wollner (*1983, Leoben/AT) zu ihrem Film: “EVERYTIME ist der Kosmos, in dem im Grunde alle meine drei bisherigen Filme spielen. Einem Ort, an dem Erinnerung und Vorstellung sich überschneiden. Unsere menschliche Wahrnehmung ist geprägt von unserer Vorstellung, wir sind ja nicht nur in der Welt, sondern deuten sie konstant, projizieren unsere Gedanken in die Welt. Wir sehen nie nur die Realität, wie sie ist. Ich bin interessiert an der Verschränkung dieser inneren und äußeren Realität.“
Regisseurin und Autorin Sandra Wollner (*1983, Leoben/AT) studierte Dokumentarfilm-Regie an der Filmakademie Baden-Württemberg. Ihr Spielfilmdebüt DAS UNMÖGLICHE BILD (2016) gewann den Förderpreis Neues Deutsches Kino und den Deutschen Filmkritikerpreis für den besten Spielfilm 2018. Ihr zweiter Spielfilm THE TROUBLE WITH BEING BORN über ein Androiden-Mädchen, das den Menschen zur Projektionsfläche für Erinnerungen wird, feierte 2020 Weltpremiere auf der Berlinale in der Sektion Encounters und wurde mit dem Spezialpreis der Jury ausgezeichnet. Der Film erhielt vier Österreichische Filmpreise – darunter Bester Film und Beste Regie – sowie den Deutschen Filmkritikerpreis in den Kategorien Bester Film und Beste Kamera. EVERYTIME ist Wollners dritte Regiearbeit und feiert im Mai 2026 Weltpremiere in der Sektion Un Certain Regard der Internationalen Filmfestspiele Cannes und gewann dort den Hauptpreis.
Sandra Wollner lebt in Berlin.

„Sandra Wollner hat einen Klassiker für die Zukunft geschaffen.“_(Frankfurter Rundschau)
"Mit 'Everytime' gelingt der Regisseurin und Autorin Sandra Wollner das Kunststück mit rein filmischen Mitteln und einer überraschenden Leichtigkeit Trauer als Zustand einer aus den Fugen geratenen Welt erlebbar zu machen. Die herausragende Kameraarbeit erzeugt eine flirrende, bisweilen entrückte Atmosphäre, ohne sich vor die Figuren zu drängen. Das Schauspielensemble überzeugt in seiner Natürlichkeit, wobei die Charakterzeichnungen durchweg präzise und ambivalent bleiben. Elegant mit Form und narrativen Ellipsen spielend, erzählt 'Everytime' von den Zwischenräumen des Verlustschmerzes. Beinahe unmerklich fließen Erinnerung und Gegenwart, Realität und Imagination ineinander und machen diesen Film zu einem großen poetischen Kino-Erlebnis."_(Aus: Begründung unabhängige Jury, Auswahl Einreichung Kandidat für Oscar-Verleih 2027, Kategorie ‚Bester Internationaler Film’)
„In ihren konzentrierten, formal eigensinnigen und immer auch medienreflexiven Filmen spielt Wollner mit unserer Wahrnehmung. Der leise-wuchtige Film ist durchzogen von Spiegelungen und Doppeldeutigkeiten: ein formales wie inhaltliches Abarbeiten an Erinnerungen in dem die Grenzen zwischen Damals und heute, zwischen Realität und Videospiel verschwimmen. Und auch ein Spiel mit der Frage: Was, wenn alles immer ist? Sandra Wollners in Cannes mit dem Hauptpreis der Reihe Un Certain Regard ausgezeichneter Film entwirft eine Trauerstudie und eine Auseinandersetzung mit Erinnerungen, wie sie im Kino noch nicht zu sehen war.“_(epd-film)
“Das elliptische, mit irritierenden visuellen Einfällen arbeitende Drama kreist um den Verlust eines geliebten Menschen und ums Weiterleben. Die präzise Inszenierung reduziert Plot und Dialoge auf ein Minimum und greift im Umgang mit dem Tod immer wieder den strukturierenden Aspekt von Videos, Fotos und Sprachaufnahmen auf. Das Gespenstische wird dabei unpathetisch und wie selbstverständlich eingebunden.“_(filmdienst.de)
„Mit Abstand das beste dieses Cannes-Jahrgangs.“_(Artechock)
„Ein fimisches Wunder.“_(Critic.de)
“Moments of cinematic grace float through this mesmerically elastic and transcendental grief-soaked ghost story. Our decision was unanimous.“_(Jury-Begründung, Sarajevo Filmfestival 2026, ‘Bester Spielfilm‘)

Österreich/Deutschland 2024-26 | fiktionale Form | Regie/Buch: Sandra Wollner | Kamera: Gregory Oke | Schnitt: Hannes Bruun | Musik David Schweighart/Francesco Lo Giudice| Sounddesign: Dominik Leube | Visuelle Effekte: Kariem Saleh | Szenenbild: Julia Libiseller/Gerald Freimuth | Kostümbild Hanna Rode | Producer*iinnen: Astrid Schäfer Fernández, Lixi Frank, Viktoria Stolpe, David Bohun | DarstellerInnen: Birgit Minichmayr, Lotte Shirin Keiling, Tristán López, Carla Hüttermann, Naomi Elia Richard u.a. | dcp | Farbe | DD5.1 | OF/D | „FSK-Deskriptoren: Drogenkonsum, belastende Themen“ | FSK: ab 12 J. | 97 Min.

EP: € 5.00
Erm.: € 3.00

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