DIE RÜCKKEHR DER WÖLFE

18.10.2020 20:00

Der Wolf polarisiert und fasziniert, und er bringt Unordnung in unser System. 150 Jahre nachdem der Wolf in Mitteleuropa ausgerottet wurde, erobert er sich unaufhaltsam seinen Platz zurück. Sind Wölfe gefährlich für den Menschen; ist ein Zusammenleben möglich? Der Wolf spaltet die Meinungen, seine Rückkehr lässt die Ablehnung des Menschen neu aufleben. Ausgehend von der Rückkehr der Wölfe in die Schweiz begibt sich der Film auf Spurensuche nach Österreich, nach Deutschland in die Lausitz, nach Polen, Bulgarien und nach Minnesota (USA), wo frei lebende Wolfsrudel keine Seltenheit sind. In der Schweiz hat sich 2012 das erste Wolfspaar fortgepflanzt. Seither vermehren sich die Tiere und inzwischen haben wir an die 80 Wölfe in vier Regionen der Schweiz. Die Bauern sprachen noch im Jahr 2016 von Ausrottung; heute hat sich der Wortlaut geändert. Ueli Metz, ein Schafhirte, der aktiv Herdenschutz betreibt, jedoch nicht glücklich ist über die Situation. Der Aufwand sich gegen den Wolf zu schützen ist zu hoch, es habe keine Zukunft. Man sieht jetzt schon, dass die Wölfe nahe zur Stadtgrenze gehen, wenn sie abwandern. Dann heisst es bald "Problemwolf". Dann kommt sich die Bergbevölkerung wie als Zweit-Klassengesellschaft vor. Ein Wolf der in die Stadt kommt, ist für die Städter ein Problemwolf, wird erschossen. Die draußen sollen ihn haben.

Filmemacher Thomas Horat über seinen Film: „DIE RÜCKKEHR DER WÖLFE ist ein aktuelles politisches Thema in Mitteleuropa und wird uns noch eine Weile beschäftigen. Der Wolf ist geschützt, er besiedelt wieder seine früheren Gebiete und er wird bleiben. Es geht nicht mehr darum für oder gegen den Wolf zu sein, es geht darum wie wir mit dem Wolf in Zukunft umgehen. Deshalb bin ich auch nicht auf die Diskussion von Pro und Kontra eingegangen und habe ganz einfach einen Film über den Wolf gemacht und was er mit sich bringt. Der Mensch hat Mühe mit Veränderungen umzugehen: Mit Ideen wie „das haben wir immer so gemacht“ oder „das haben wir noch nie so gemacht“ kommt man heute nicht mehr durch. Zusätzlich verursacht der Wolf beim Menschen einen Kontrollverlust. Wir sind es gewohnt, alles unter Kontrolle zu haben. Angriffe von Wölfen auf Schafe werden oft verglichen mit Einbrechern, die in ein Haus eindringen. Die Landwirtschaft ist wie viele andere Arbeitswelten großen Veränderungen und Herausforderungen ausgesetzt. Zu allem Ärger kommt nun auch noch der Wolf dazu. Die Bauern und Alphirten sind hier sehr gefordert, sie müssen viel zusätzlichen Aufwand betreiben.“

CH 2019; Regie, Buch, Idee Thomas Horat; Dokumentarfilm; Länge: 90 Min.;
FSK: 6; teilw. OmU; Dolby Digital

Offizielle Filmhomepage

EP: € 7.00

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