THE SQUARE

Ausgezeichnet mit dem europäischen Filmpreis 2017 u.a. als bester Film!

Prämiert mit der Goldenen Palme der Filmfestspiele von Cannes 2017.

Christian ist der smarte Kurator eines der größten Museen in Stockholm. Die nächste spektakuläre Ausstellung, die er vorbereitet, ist „The Square“. Es handelt sich um einen Platz, der als moralische Schutzzone fungieren und das schwindende Vertrauen in die Gemeinschaft hinterfragen soll. Doch wie bei den meisten modernen Menschen reicht auch bei Christian das Vertrauen nicht weit – er wohnt abgeschottet in einem stylischen Apartment und würde seinen Tesla nicht unbeaufsichtigt in einer zwielichtigen Gegend parken. Als Christian ausgeraubt wird und ihm kurz darauf die provokante Mediakampagne zu „The Square“ um die Ohren fliegt, geraten sein Selbstverständnis wie auch sein Gesellschaftsbild schwer ins Wanken.
Nach ‚Höhere Gewalt’, der in Cannes mit dem Jurypreis in der Reihe Un Certain Regard ausgezeichnet wurde, begibt sich Regisseur Ruben Östlund vom zerbrechlichen Familienidyll mit THE SQUARE in die schillernde Welt der Kunstszene und öffnet ihre moralischen Falltüren. In seiner klug inszenierten und äußerst unterhaltsamen Satire auf den modernen Menschen vermisst Östlund in gewohnt exakten Beobachtungen die Widersprüche zwischen eigenem Selbst- und Gesellschaftsbild und realen Verhältnissen. Mit feinem, ironisch-entlarvendem Humor, verstärkt durch eine subtile Bildsprache wirft er damit brisante Fragen zum Zustand der heutigen Gesellschaft auf. „The Square“ dient dabei als Mikromodell einer idealen Gesellschaft.

Der Regisseur Ruben Östlung über seinen Film: „Der Film THE SQUARE konfrontiert uns mit einer Schwäche der menschlichen Natur: Wenn man versucht, das Richtige zu tun, ist das Schwierige nicht, den gebräuchlichen Werten zuzustimmen, sondern tatsächlich nach ihnen zu handeln. Wie behandle ich beispielsweise Bettler, wenn ich mich für eine faire und gleichberechtigte Gesellschaft einsetzen will, in der die Kluft zwischen Reich und Arm verschwindet? Soll ich meinen privilegierten Lebensstil aufrechterhalten, der es mir ermöglicht, ihnen jeden Tag etwas zu geben und damit ihre Situation nur ein klein wenig verbessert? Oder sollte ich meinen eigenen Lebensstil radikal verändern, um die Balance zwischen uns wiederherzustellen? Die ständig wachsende, extreme Armut und das Ansteigen der Obdachlosigkeit in den Städten der reichen Industrienationen stellen uns mittlerweile jeden Tag vor ein solches Dilemma.“

S/D/DK/F 2017; Regie Ruben Östlund; mit Claes Bang, Elisabeth Moss, Dominic West,
Terry Notary, Christopher Læssø, Marina Schiptjenko u.a.; Länge: 145 Min.; FSK: 12;
Dolby Digital

EP: € 6.50

Offizielle Filmhomepage

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