KOAN-DUO

Unter Kōan verstehen wir eine kurze Geschichte oder Sentenz, wie sie vor allem im Zen-Buddhismus verwendet wird, deren Pointe oder Sinn sich nicht analytisch erschliesst, sondern nur in absoluter Gegenwärtigkeit jenseits von Gedanken erfahren werden kann. Eines der bekanntesten Kōans ist: "Höre (beim Klatschen) den Klang einer einzelnen Hand!"
Im Falle von KOLJA LEGDE – 1. Bundes-Preisträger Jugend musiziert und Jugend jazzt und nach Studium am Jazzinstitut Berlin bei John Hollenbeck nun wieder im Süden zurück – und ANDREAS APITZ – nach klassischem Klavierstudium seit langem in der Bodenseeregion unterrichtend und spielend tätig – ist der Name ihres Duos wohl nicht schwer zu analysieren. Und wenn auch die einzelnen Klänge dieses klatschenden Händepaars Bass und Piano durchaus jeder für sich hörbar sind, so entsteht doch durch die Begegnung eine zusätzliche Ebene.
In den eigen-händigen Kompositionen der beiden mischen sich Elemente moderner E-Musik mit Jazzigem. Für Standards wiederum denkt sich Andreas Apitz liebend gerne Deckmäntelchen aus. So setzen sich etwa die zuerst in einer französischen Schnulze besungenen *Herbstblätter* noch rechtzeitig vor ihrem Fall zu Montunoklängen nach Kuba ab, und Charlie Parkers Blues *Au Privave* wird mit Gegenmelodien und verqueren Rhythmen durchwoben.

KOLJA LEGDE: Bass
ANDREAS APITZ: Piano

EP: € 10.00

Homepage des Jazz Club

Reservierungen unter: karten@jazzclub-singen.de

oder:

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