ESTHER BEJERANO & MICROPHONE MAFIA

Esther Bejarano wurde 1924 geboren und als junges deutsch-jü­disches Mädchen im Nationalsozialismus dem an­­tisemitischen Terror ausgesetzt und ins Vernichtungslager Ausch­witz deportiert. Als Mitglied des Mädchenorchesters über­lebte sie Vernichtungslager und Todesmärsche mit viel Glück. Sie ist Mitbegründerin und Vorsitzende des Inter­na­tio­nalen Auschwitz Komitees und Ehrenvorsitzende des Ver­eins der Verfolgten des Naziregimes.

Als Zeitzeugin liest sie aus Ihren gesammelten Erinner­un­gen. Sie ist aber auch eine scharfe Beobachterin der heutigen politischen Entwicklungen. Ihr Botschaft ist deutlich: „Ich möchte nicht, dass nochmal so was geschieht, was ge­scheh­en ist. Und diese Situation, die wir haben momentan, mit AfD und Pegida und dem ganzen Kram, das ist eine Ka­tas­trophe für uns.“ Sie mahnt an: „Der Satz „Wehret den An­fän­gen!“, ist längst überholt, wir sind mittendrin!“

Mit ihren über 90 Jahren singt Bejarano zudem noch mit der mul­tikulturellen Rap-Kombo Microphone Mafia mit ihrem Sohn Joram Bejerano gegen Rassismus. Microphone Mafia, ist eine deutsch-türkisch-italienische Rapgruppe, die sich be­­reits 1989 in Köln formierte. Als Kinder aus einem Ar­bei­ter­viertel mit migrantischen Wurzeln haben sie von Anfang in­te­rkulturelle Einflüsse in Ihre Musik einfließen lassen. Seit fast 30 Jahren setzten sie in ihren Konzerten konsequent auf ge­halt­volle Texte für das Leben und gegen Gewalt und Rassis­mus. Vertreter_innen dreier Generationen und dreier Re­li­gio­nen (Judentum, Christentum und Islam) treten zusammen auf und setzten gemeinsam ein musikalisches Zeichen für To­leranz und gegen Ausgrenzung.

Veranstalter: DGB Süd-Württemberg
Der Eintritt ist frei, keine Reservierung möglich.

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